Familiennachzug für Kind, nicht Kegel

Die SBAA oder das HEKS lehnen genetische Test vor allem deshalb ab, weil beide Organisationen die unkontrollierte und ungebremste Zuwanderung befürworten.

Wer das Privileg hat, seine Familie in die Schweiz zu holen, hat sich bei der kleinsten Unsicherheit einem DNA-Test zu unterziehen.

Wer das Privileg hat, seine Familie in die Schweiz zu holen, hat sich bei der kleinsten Unsicherheit einem DNA-Test zu unterziehen. Bild: Keystone

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Der Schweizerischen Beobachtungsstelle für Asyl- und Ausländerrecht (SBAA) stösst sauer auf, dass viele Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene zu einem DNA-Test antraben müssen, bevor sie ihre Familie in die Schweiz nachholen dürfen. Offenbar ist das Missbrauchspotenzial hoch, weil viele der Versuchung nicht widerstehen können, fremde Kinder als die eigenen auszugeben.

Gerade bei anerkannten Flüchtlingen, bei denen keine Wartefrist vorgesehen ist, besteht der berechtigte Verdacht, dass im Rahmen des Familiennachzugs auch Kindern von Verwandten oder der heimischen Dorfgemeinschaft die Einreise in die Schweiz ermöglicht werden soll. Anstelle beschwerlicher Flucht mit finanziellem Risiko ohne Umwege auf direktem Weg an die Honigtöpfe unserer Sozialwerke. Aus diesem Grund müssen in vielen Fällen Antragsteller mittels DNA-Test ihre verwandtschaftlichen Beziehungen beweisen.

Die SBAA sowie das Hilfswerk der evangelischen Kirchen (HEKS) reklamieren das Fehlen einer gesetzlichen Grundlage für die Durchführung von DNA-Tests. Das ist natürlich völliger Humbug und reine Stimmungsmache. Das Schweizerische Asylgesetz hält fest, dass die asylsuchende Person ihre Identität wahrheitsgetreu offenzulegen hat und im Zweifelsfall die Migrationsbehörden von sich aus aktiv werden. Zudem können gemäss Bundesgesetz über genetische Untersuchungen Bewilligungen oder Leistungen von DNA-Profilen abhängig gemacht werden. Der SBAA und dem HEKS wären die entsprechende Weisung Nr. 322.126 des Bundesamtes für Migration mit dem Titel «Einreisegesuche im Hinblick auf einen Familiennachzug; DNA-Profil und Prüfung von Zivilstandsurkunden» dringend zur Lektüre empfohlen.

Wer sich ziert oder gar weigert, hat etwas zu verbergen.

Die SBAA oder das HEKS lehnen genetische Test vor allem deshalb ab, weil beide Organisationen die unkontrollierte und ungebremste Zuwanderung befürworten. Wer kommen will, soll kommen und bleiben dürfen. Ob verfolgt oder nicht, ob mit falscher oder richtiger Identität, ob an Leib und Leben bedroht oder nur des Geldes wegen, spielen für SBAA und HEKS keine Rolle. Und wenn ein mit Tod und Folter bedrohter Flüchtling zwischendurch in sein angeblich finsteres Heimatland reist, um dort die Ferien zu verbringen oder Verwandte zu besuchen, dann finden dies gewisse Kreise völlig in Ordnung.

Bei solchen Verwandtschaftsbesuchen kann dann noch ausgeheckt werden, wen man von der Dorfgemeinschaft als eigenes Kind ausgeben könnte, um einem weiteren Clanmitglied ein komfortables Leben in der Schweiz auf Kosten der Steuerzahler zu ermöglichen.

Folgendes wäre doch weitaus realistischer: Wer das Privileg hat, seine Familie in die Schweiz zu holen, hat sich bei der kleinsten Unsicherheit einem DNA-Test zu unterziehen. Zumal davon auszugehen ist, dass jemand freudig sein genetisches Material den Behörden zur Verfügung stellt im Wissen, dass er oder sie dadurch bald die eigenen Kinder in die Arme schliessen kann.

Wer sich ziert oder gar weigert, hat etwas zu verbergen und das Ansinnen um Familiennachzug wäre kategorisch zu verweigern. Und Hilfsorganisationen, welche Flüchtlinge beim Betrügen der Migrationsbehörden unterstützen und Krethi und Plethi in unser Land einschleusen möchten, wären jegliche Unterstützungsgelder der öffentlichen Hand zu streichen.

Erstellt: 11.08.2017, 14:57 Uhr

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