Anmelderekord für das Medizinstudium

Erneut haben sich mehr Personen für ein Medizinstudium angemeldet und müssen nun im Numerus Clausus punkten.

Der Andrang auf das Medizinstudium ist riesig.

Der Andrang auf das Medizinstudium ist riesig. Bild: Keystone

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Das Interesse an einem Medizinstudium an den Schweizer Hochschulen ist ungebrochen. Bis Mitte Februar haben sich 6407 Personen für ein Studium im Herbstsemester 2017 angemeldet. Der Hochschulverband swissuniversities empfiehlt daher erneut, den Zugang zu beschränken.

Für das Medizinstudium soll auch dieses Jahr wieder ein Numerus Clausus gelten, wie swissuniversities in einer Mitteilung vom Freitag schreibt. Der Eignungstest wird am 7. Juli stattfinden. An den Universitäten Basel, Bern, Freiburg und Zürich wird die Zulassungsbeschränkung bereits seit mehreren Jahren angewendet. Keine Zulassungsbeschränkung gibt es an den Universitäten Genf, Lausanne und Neuenburg. Stattdessen führen diese eine Selektion im ersten Studienjahr durch.

Erstmals gilt ein Numerus Clausus auch für die ETH Zürich, die Università della Svizzera italiana und die Universitäten Luzern und St. Gallen. Diese Studiengänge sind im Rahmen des Sonderprogramms Humanmedizin geschaffen worden und werden auf das Herbstsemester 2017 zum ersten Mal angeboten. Im Februar 2016 hatte der Hochschulrat als Massnahme gegen den Ärztemangel dieses Programm für mehr Abschlüsse in Humanmedizin verabschiedet. Ziel ist es, bis spätestens 2025 die Anzahl Masterabschlüsse in Humanmedizin schrittweise auf 1300 pro Jahr zu erhöhen - das sind rund 50 Prozent mehr als heute.

Der Bundesrat beschloss für dieses Programm eine Anschubfinanzierung. Er beantragte im Rahmen der Botschaft über die Förderung von Bildung, Forschung und Innovation (BFI) für die Jahre 2017 bis 2020 einen Zusatzkredit von 100 Millionen Franken für zusätzliche Ausbildungsplätze in Humanmedizin. Der Zusatzkredit wurde in der letzten Herbstsession vom Parlament genehmigt. (sda/jue)

Erstellt: 24.02.2017, 15:20 Uhr

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