Berner Lehrer wegen Porno dispensiert

Der Kanton hat zwei Lehrern die Bewilligung zum Unterrichten entzogen. Einer von ihnen stellte Pornobilder ins Netz, der andere versteckte einen Ferrari, der nicht ihm gehört.

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Der Kanton Bern hat zwei Lehrern die Unterrichtsberechtigung entzogen. Der eine hatte Pornoseiten im Internet veröffentlicht, der andere sorgte als sogenannter «Ferrari-Lehrer» für negative Schlagzeilen.

Letzterer wurde wegen diverser Straftaten in erster Instanz zu einer Freiheitsstrafe von 33 Monaten verurteilt. Unter anderem hatte der Mann einen gemieteten Ferrari versteckt und der Polizei einen Überfall gemeldet. Weiter soll er versucht haben, Drogen aus Südamerika in die Schweiz zu schmuggeln. Der andere Lehrer betrieb eigene Internetseiten mit pornografischem Inhalt. Ihm war die Lehrberechtigung bereits einmal entzogen, dann aber wieder erteilt worden.

Trotzdem Stellen gefunden

Beide Lehrer fanden trotz ihres Lebenswandels neue Anstellungen, was in der Öffentlichkeit heftige Diskussionen auslöste.

Die Anstellung der Lehrer ist im Kanton Bern Sache der Gemeinden. In der Regel würden die Bewerbungsdossiers gewissenhaft geprüft, sagte Erziehungsdirektor Bernhard Pulver im vergangenen Juni. Wegen des herrschenden Lehrermangels könne es aber schon einmal vorkommen, dass die Kontrolle etwas weniger gründlich ausfalle.

Schlechte Vorbilder

Die Erziehungsdirektion des Kantons Bern leitete gegen beide Lehrer ein Verwaltungsverfahren ein und kommt nun zum Schluss, dass die Lehrkräfte grundlegende Verhaltensregeln nicht eingehalten und ihre Vorbildfunktion nicht wahrgenommen hätten. Damit sei die nötige Vertrauensbasis zwischen Lehrkraft, Eltern und Kindern nicht mehr gegeben.

Mit dem Entscheid des Kantons Bern dürften die betroffenen Lehrer auf einer schweizweiten schwarzen Liste geführt werden. Dort werden Lehrkräfte registriert, denen die Unterrichtsberechtigung entzogen wurde.

Weiterer Fall im Kanton Freiburg

Auch im Kanton Freiburg ist ein ähnlicher Fall hängig. Der Kanton hat Mitte Oktober einen Lehrer suspendiert, der kinderpornografisches Material auf seinen privaten Computer heruntergeladen haben soll.

Der Lehrer sei bis zum Abschluss der entsprechenden Untersuchung provisorisch suspendiert, schreibt die Freiburger Bildungsdirektion in ihrer Mitteilung vom Freitag. Er sei von der Polizei und vom Untersuchungsrichter befragt worden und habe die Tat zugegeben. Der Lehrer willigte ein, sich einer Therapie zu unterziehen. (oku/sda)

Erstellt: 29.10.2010, 16:18 Uhr

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