Burgener will in Ständerat

Die SP Wallis will mit Thomas Burgener einen Sitz im Ständerat erobern. Das wird allerdings nicht ganz einfach.

Der ehemalige Walliser SP-Staatsrat Thomas Burgener kandidiert für den Ständerat.

Der ehemalige Walliser SP-Staatsrat Thomas Burgener kandidiert für den Ständerat. Bild: Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Die SP will in der kleinen Kammer Sitze dazu gewinnen und mobilisiert sämtliche Kräfte: Im Wallis deckt nun alt Nationalrat und alt Staatsrat Thomas Burgener seine Karten auf. Er will es 2015 noch einmal wissen und kandidiert für den Ständerat.

Die Ausgangslage ist für die SP bei den Ständeratswahlen besser als auch schon. Amtsinhaber René Imoberdorf muss am Ende der Legislatur turnusgemäss abtreten. Die CVP und CSP, oder die Gelben und die Schwarzen, wie man die beiden Formationen im Oberwallis nennt, haben sich in den vergangenen Jahren bei der Besetzung des Oberwalliser Ständeratssitzes abgelöst. Das ging bisher immer gut, weil die anderen Parteien gegen die Walliser CVP/CSP Phalanx keine Chance hatte. Inzwischen hat die langjährige Mehrheitspartei im Walliser Parlament die Mehrheit verloren. Wer für die CVP als Nachfolger für Imoberdorf ins Rennen steigt ist noch nicht klar. Ein möglicher Anwärter scheint der Fraktionschef der CVP Oberwallis im Grossrat, Beat Rieder. Im Oberwallis nennen sie ihn wegen seiner Ähnlichkeit mit dem Kremelherrscher, Putin. Das müsse jedoch kein Nachteil sein, meint eine Oberwalliser CVP-Vertreterin.

Kandidatur abgelehnt

Rieder hat ein anderes Problem, im französischsprachigen Unterwallis kennt man ihn fast nicht. Der frühere Staatsrat Thomas Burgener ist dagegen im Ober-und Unterwallis bekannt und wohlgelitten. Vor vier Jahren wollte ihn die SP Oberwallis zu einer Kandidatur bei den Nationalratswahlen überreden, Burgener war davor von seinem Amt in der Walliser Regierung zurückgetreten. Er lehnte jedoch ab.

In einem Rundschreiben an Parteikollegen und Medien erklärte er seinen Verzicht. Er habe 19 Mal für die SP kandidiert, für den Gemeinderat, Grossrat, Nationalrat und Walliser Staatsrat. Jetzt sei die Reihe an jüngeren Frauen und Männer. Trotzdem will er jetzt zum 20. Mal antreten – diesmal für den Ständerat. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 26.12.2014, 09:12 Uhr

Artikel zum Thema

Urs Schwaller geht

Der Freiburger CVP-Ständerat Urs Schwaller verabschiedet sich von Bundesbern. Für 2015 werde Schwaller sich nicht mehr als Kandidat aufstellen lassen. Mehr...

Chaostage bei der Berner SVP

Wer darf in den Ständerat? Diese Frage spaltet die SVP des Kantons Bern. Über Rückzüge, Dementi und verwunderte Blicke. Mehr...

Blog

Kommentare

Das Immobilien-Portal für Basel und die Region

Die Welt in Bildern

Nichts für Tierliebhaber: Fuchspelze werden von einem Arbeiter auf dem chinesischen Chongfu Pelzmarkt verarbeitet (14. Dezember 2017).
(Bild: William Hong) Mehr...