Ermittler gehen Vorwurf der Hasspredigt nach

Gegen den Bieler Vorprediger Abu Ramadan soll eine anonyme Anzeige eingereicht worden sein. Die Berner Staatsanwaltschaft hat eine Voruntersuchung eingeleitet.

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Der Vorprediger Abu Ramadan soll in der Bieler Ar'Rahman-Moschee zu Gewalt gegen andere Religionen aufgerufen haben. Die Justiz liess den 64-Jährigen bislang gewähren.

Wie der «Blick» nun berichtet, hat die Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland nun doch reagiert und eine Voruntersuchung eingeleitet. Sprecher Christof Scheuer hat gegenüber der Zeitung bestätigt: «Wir prüfen nun den Sachverhalt auf seine strafrechtliche Relevanz hin.»

Anonyme Anzeige?

Ein eigentliches Strafverfahren ist demnach bisher aber nicht eröffnet worden. Eine anonyme Anzeige soll zur Kehrwende geführt haben. Details sind nicht bekannt. Laut dem «Blick» soll es eine Tonbandaufzeichnung der Predigten geben. Die Staatsanwaltschaft bestätigt dies nicht.

Abu Ramadan selbst bestreitet die Vorwürfe und gibt in einem Artikel des «Tages-Anzeigers» dem Übersetzer die Schuld.

Der Mann reiste im Oktober 1998 als Flüchtling in die Schweiz ein. Den Asylstatus erhielt er 2001. Heute hat er den Ausweis C. Das Staatssekretariat für Migration widerrief die Asyl- und Flüchtlingseigenschaft des langjährigen Sozialhilfebezügers, weil der Mann angeblich im Besitze eines libyschen Passes und bereits mehrmals in sein Heimatland zurückgereist ist. (chk/sda)

Erstellt: 13.09.2017, 03:01 Uhr

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