Pilotenfehler brachte F/A-18 zum Absturz

Im Oktober 2015 war ein Kampfjet der Schweizer Luftwaffe in Frankreich abgestürzt. Der Schlussbericht der Militärjustiz liefert neue Erkenntnisse.

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Nun ist klar, warum im Oktober 2015 ein F/A-18-Kampfjet in Frankreich abgestürzt ist. Laut dem Schlussbericht der Militärjustiz führten unterlassene Sofortmassnahmen des Piloten zu dem Unfall. Sie hat eine Voruntersuchung gegen ihn eingeleitet.

Andere Gründe wie eine technische Störung, gesundheitliche Probleme des Piloten oder eine Dritteinwirkung könnten als direkte Ursache für den Absturz ausgeschlossen werden, schreibt die Militärjustiz in einer Mitteilung vom Dienstag.

Für Piloten gilt Unschuldsvermutung

Gestützt auf die Ergebnisse des Schlussberichts bestünden gegen den Piloten ein Anfangsverdacht auf Verletzung wegen Nichtbefolgung von Dienstvorschriften und wegen Missbrauch und Verschleuderung von Material.

Um feststellen zu können, ob im konkreten Fall eine strafbare Handlung begangen worden sei, habe der Untersuchungsrichter beantragt, eine Voruntersuchung anzuordnen. Bernhard Müller, Chef Einsatz der Luftwaffe, habe den Antrag gutgeheissen und eine Voruntersuchung angeordnet, heisst es weiter. Für den Piloten gelte weiterhin die Unschuldsvermutung.

Die F/A-18 stürzte am 14. Oktober in der Nähe von Glamondans, 20 Kilometer östlich der Stadt Besançon, im Departement Doubs, ab. Das Gebiet gehört zum gemeinsamen Luftwaffen-Trainingsraum der Schweiz und Frankreich. Der 38-jährige Pilot konnte sich mit dem Schleudersitz retten. (chi/sda)

Erstellt: 13.06.2017, 10:20 Uhr

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