Region Birrfeld wird zum Sperrgebiet

Im Aargau wurde bei einem Pferd eine infektiöse Krankheit festgestellt. Die Krankheit ist nicht heilbar. Es wurde eine Sperrzone eingerichtet.

Infizierte Tiere bleiben lebenslang Virusträger.

Infizierte Tiere bleiben lebenslang Virusträger. Bild: Roland Schmid

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Bei einem Pferd in Mülligen AG wurde die Krankheit infektiöse Anämie festgestellt. Um eine Verschleppung des Virus zu verhindern, ergriffen die Aargauer Behörden Massnahmen. Es handelt sich in der Schweiz um den ersten bekannten Fall seit 1991.

Bisher gebe es keine Anzeichen dafür, dass sich die Krankheit weiterverbreitet habe, teilte das kantonale Departement Gesundheit und Soziales (DGS) am Montag mit. Bei der Erkrankung handelt es sich um eine Virusinfektion bei Pferden und anderen Einhufern wie zum Beispiel Eseln und Maultieren, für die eine Meldepflicht besteht. Für den Menschen und andere Tierarten ist die Krankheit ungefährlich.

Die Krankheit mit akutem oder chronischem Verlauf führt zu Fieberschüben, Leistungsabfall, Abmagerung und hochgradiger Blutarmut. Oftmals sind infizierte Pferde im chronischen Stadium und zeigen keine Symptome, weshalb mögliche Krankheitsanzeichen nur schwer feststellbar sind.

Sperrgebiet

Die Übertragung der Viren erfolgt über stechende Insekten wie Bremsen und Stechmücken. Um dies zu verhindern, erliess der kantonale Veterinärdienst ein Sperrgebiet von einem Kilometer um den verseuchten Tierbestand. Damit wurde das ganze Birrfeld zum Sperrgebiet erklärt.

In diesem Gebiet ist jeglicher Handel und Verkehr mit Pferden während neunzig Tagen verboten, ebenso Turniere und Ausstellungen. Zugelassen bleibt der Transittransport von Pferden auf der A3.

Pferd eingeschläfert

Infizierte Tiere bleiben lebenslang Virusträger, eine Therapie oder einen wirksamen Impfstoff gibt es nicht. Die Krankheit endet nach unterschiedlich langem Verlauf tödlich.

Infizierte Tiere werden eingeschläfert. Das geschah auch mit dem erkrankten Tier in Mülligen. Die übrigen im Bestand gehaltenen Pferde werden unter Quarantäne gestellt. Die Kantonsbehörde leitete zusammen mit dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen Massnahmen ein, um die Infektionsquelle zu ermitteln. (amu/sda)

Erstellt: 10.07.2017, 13:52 Uhr

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