Ricardo Lumengo verlässt die SP

Der wegen Wahlfälschung erstinstanzlich verurteilte Bieler SP-Nationalrat kehrt seiner Partei den Rücken. Er werde sein Parteibuch am Mittwoch zur Post bringen, teilte Lumengo mit.

Austritt aus der Partei: SP-Nationalrat Ricardo Lumengo.

Austritt aus der Partei: SP-Nationalrat Ricardo Lumengo. Bild: Keystone

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Der Bieler SP-Nationalrat Ricardo Lumengo will nicht zurücktreten. Stattdessen kehrt er seiner Partei den Rücken, wie er am Dienstagmittag mitteilte. Nachdem Lumengo vergangene Woche erstinstanzlich wegen Wahlfälschung verurteilt wurde, forderte die SP Schweiz seinen sofortigen Rücktritt.

«Bringe mein Parteibuch zur Post»

Ein Rückzug aus dem Nationalrat komme für ihn nicht in Frage, solange er vor dem Gesetz als unschuldig gelte, teilte Lumengo am Dienstag mit. Das erstinstanzliche Urteil ist noch nicht rechtskräftig, da er dagegen Berufung eingelegt hat. Indessen bricht Lumengo mit der SP. Er werde das Austrittsschreiben und sein Parteibuch am Mittwoch zur Post bringen, heisst es in einer Mitteilung des Nationalrats weiter.

Seine politische Zukunft nach Ablauf des Nationalratsmandats im Herbst 2011 ist offen. Ob er erneut kandidieren wolle, lasse sich im Moment nicht sagen.

Weiterzug des Urteils

Eine Bieler Einzelrichterin hatte Lumengo vergangenen Donnerstag wegen Wahlfälschung zu einer bedingten Geldstrafe von zehn Tagessätzen zu 180 Franken und einer Busse von 540 Franken verurteilt. Er zieht das Urteil weiter.

Vorgeworfen wurde dem aus Angola stammenden Lumengo, er habe 2006 bei den Wahlen für den bernischen Grossen Rat 44 Wahlzettel eigenhändig ausgefüllt. (oku/sda)

Erstellt: 16.11.2010, 12:42 Uhr

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