Roger Köppels Rache

Die «Weltwoche»-Grafiker haben bei Philipp Müller Züge von Alfred E. Neumann («MAD») gefunden. Warum wohl?

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Rötliche Haare, debiles Grinsen, Segelohren: Das sind die Markenzeichen von Alfred E. Neumann, der Titelfigur des Satiremagazins «MAD». Neumannsche Züge entdeckten die Grafiker der «Weltwoche» offenbar auch bei Philipp Müller: Sie verliehen dem Konterfei des FDP-Ständerats auf dem aktuellen Titelblatt die Merkmale des «Ohrfeigengesichts» – so wird Neumann im Editorial von Chefredaktor und SVP-Nationalrat Roger Köppel bezeichnet. Die Karikatur ist natürlich die Rache für Müllers Konzept zum Inländervorrang, das der Ständerat am Donnerstag gegen den Widerstand der SVP genehmigte. Wer aber war Ideengeber für die «Weltwoche»-Zeichner? Wir tippen auf Jan Fleischhauer, Autor von «Spiegel online». Fleischhauer hatte Anfang letzter Woche schon über einen Schweizer Politiker geschrieben, wonach dieser ihn «immer ein wenig an Alfred E. Neumann erinnert». Der Deutsche meinte damit allerdings nicht Philipp Müller, sondern: Roger Köppel. Philipp Müller muss als «MAD» herhalten: Titelseite der aktuellen «Weltwoche». (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 05.12.2016, 09:15 Uhr

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