SP-Nationalrätin Chantal Galladé tritt zurück

Chantal Galladé ist im Juni in Winterthur als Präsidentin der Kreisschulpflege gewählt worden. Ihr Rücktritt aus dem Nationalrat kommt deshalb nicht überraschend.

Ist seit 2003 SP-Nationalrätin: Chantal Galladé. (Archivbild)

Ist seit 2003 SP-Nationalrätin: Chantal Galladé. (Archivbild) Bild: Anthony Anex/Keystone

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Die Zürcher SP-Nationalrätin Chantal Galladé tritt nach 15 Jahren im November zurück. Dies erklärte die 45-Jährige dem «SonntagsBlick». Sie war Mitte Juni in Winterthur ins Vollamt als Präsidentin der Kreisschulpflege gewählt worden. Ihr Rücktritt war erwartet worden.

Die kommende Herbstsession werde die letzte ganze Session der Nationalrätin sein, berichtete die Zeitung. Die Erziehungswissenschaftlerin ist seit 2003 SP-Nationalrätin. Die Pädagogin, Politikwissenschaftlerin und mehrjährige Berufsschullehrerin engagiert sich neben der Bildungspolitik auch in der Aussen- und in der Sicherheitspolitik. Von 2011 bis 2013 war sie Präsidentin der sicherheitspolitischen Kommission des Nationalrates. Sie ist Mutter zweier kleiner Töchter.

Erster Ersatzmann auf der Zürcher SP-Nationalratsliste ist der 39-jährige Politikwissenschaftler Daniel Frei. Er ist Kantonsrat und früherer Präsident der SP des Kantons Zürich.

Galladé hatte sich im Juni bei der Wahl ums Präsidium der Winterthurer Kreisschulpflege Stadt-Töss klar gegen den bisherigen Präsidenten Felix Müller durchgesetzt. Dieser war wegen des Schulhauses Brühlberg in Kritik geraten. 2017 hatten dort alle Lehrer gekündigt, was vor allem Müller angelastet worden war. Eltern und Schüler forderten seinen Rücktritt; auch seine Partei, die Grünen, liessen ihn fallen. Trotz aller Kritik hatte er sich erneut der Wiederwahl gestellt. (chk/sda)

Erstellt: 08.07.2018, 02:09 Uhr

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