So stark nimmt die Zuwanderung in die Schweiz ab

Die neusten Zahlen des Bundes bestätigen den langfristigen Trend: Wie sich die Migration in den letzten Jahren entwickelt hat.

Die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz wächst immer noch, aber bedeutend langsamer: Touristen an der Zürcher Bahnhofstrasse.

Die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz wächst immer noch, aber bedeutend langsamer: Touristen an der Zürcher Bahnhofstrasse. Bild: Alessandro Della Bella/Keystone

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Gestern veröffent­lichte das Staatssekretariat für Migration die neusten Zahlen zur Zuwanderung und bestätigte damit einen langfristigen Trend: Immer weniger Menschen wollen in die Schweiz hinein, gleichzeitig verlassen immer mehr das Land. Seit 2013 schrumpft die Zahl der eingewanderten Personen im Vergleich zur selben Periode (Januar bis August) des Vorjahrs.

Während die Einwanderungszahlen zwischen 2013 und 2015 nur leicht abnahmen, kam es dieses Jahr zu einem markanten Einbruch: Von Januar bis Ende August 2016 immigrierten fast 6800 Personen weniger in die Schweiz als in der Vergleichsperiode des Vorjahrs – ein Rückgang von 6,9 Prozent.

Gleichzeitig nahm die Auswanderung weiter zu. Hier kann man von einer längjährigen Entwicklung sprechen. Seit 2011 verlassen immer mehr Menschen die Schweiz, wobei die Zunahme in den letzten beiden Jahren fast gleichmässig erfolgte: von 2015 auf 2016 um 5,3 Prozent, von 2014 auf 2015 um 4,8 Prozent. Im Schnitt wandern seit 2010 jedes Jahr gut 2160 Personen mehr aus.

Unter dem Strich wächst die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz immer noch, doch sie tut es bedeutend langsamer als zuvor. Der Wanderungssaldo – die Differenz zwischen der Einwanderung und der Auswanderung von ausländischen Staatsangehörigen – nimmt ebenfalls seit drei Jahren ab.

Von 2013 bis 2015 schrumpfte der Nettozuwachs durch Zuzug von aussen um jeweils etwa 6 Prozent. 2016 waren es fast 20 Prozent weniger als im Vorjahr.

Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass die Zahlen aus der Periode Januar bis August hochgerechnet relativ verlässlich Auskunft über den Wanderungssaldo Ende Jahr geben. 2014 lag dieser laut dem Staatssekretariat für Migration bei knapp 79'000, 2015 bei gut 71'000. Rechnet man die 36'417 Personen aus den ersten acht Monaten hoch, werden Ende dieses Jahres unter dem Strich zwischen 45'000 und 52'000 Ausländer in die Schweiz gekommen sein. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 30.09.2016, 11:45 Uhr

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