Verirrte Alpinisten nur durch Glück gefunden

Sieben Skitourengänger verloren am Pigne d’Arolla ihr Leben. Laut Augenzeugen hätte es noch schlimmer kommen können.

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Das Bergdrama am Pigne d’Arolla schockierte diese Woche weit über die Bergsteigerszene hinaus. Sieben Skitourengänger verloren nach einem Sturm und einer Nacht im Freien auf über 3000 Meter über Meer ihr Leben. Gegenüber der «Schweiz am Wochenende» sagte nun Augenzeuge Thomas Pflügl, dass es noch schlimmer hätte kommen können.

Der österreichische Skitourengänger Pflügl ist Landesreferent des österreichischen Alpenvereins und verbrachte die verhängnisvolle Nacht auf den Montag auf der Cabane des Vignettes, dort also, wohin die verunglückten Skitourengänger hätten gelangen wollen.

Überlebende versorgt

Eine waghalsige Gruppe war am Montagmorgen trotz schlechten Wetters von der Hütte aufgebrochen und fand die verunglückten Bergler wenige Minuten später um 6 Uhr in der Früh. «Aus meiner Sicht war das verrückt, aber zum Glück haben sie es gewagt, sonst hätten wir die Opfer nie gefunden», so Thomas Pflügl. Die Gruppe alarmierte daraufhin die Bergrettung. Ein Helikopter brachte die Alpinisten zur Cabane des Vignettes, wo Pflügl und seine Kollegen die Überlebenden versorgten.

Die 14 Skitourengänger waren nur wenige hundert Meter von der rettenden Hütte entfernt in einen heftigen Sturm geraten. Sie übernachteten ungeschützt in der Kälte. Vier von ihnen erfroren vor Ort. Am Montag, Dienstag und Mittwoch verstarben drei weitere Opfer im Spital. Insgesamt sind sechs italienische und ein bulgarischer Staatsbürger verstorben. Zwei weitere Personen, ein 72-jähriger Schweizer und ein 56-jähriger Franzose, befinden sich immer noch in kritischem Zustand, sind aber ausser Lebensgefahr. (scl)

Erstellt: 05.05.2018, 05:01 Uhr

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