Wie sich Sommaruga den Inländervorrang vorstellt

Im Dezember wurde der Inländervorrang light beschlossen. Nun ist offenbar bekannt, wie dieser konkret umgesetzt werden soll.

Sieht eine Schwelle von 5 Prozent vor: Bundesrätin Simonetta Sommaruga während einer Sondersession im Nationalrat. (3. Mai 2017)

Sieht eine Schwelle von 5 Prozent vor: Bundesrätin Simonetta Sommaruga während einer Sondersession im Nationalrat. (3. Mai 2017) Bild: Peter Klaunzer/Keystone

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Der Bundesrat muss den vom Parlament beschlossenen Inländervorrang als Folge der Masseneinwanderungsinitiative mit einer Verordnung in die Praxis umsetzen. Der Vorrang soll für bestimmte Berufsgruppen in Kraft treten, sobald in diesen die Arbeitslosigkeit über die ganze Schweiz gesehen 5 Prozent übersteigt. So wolle es Justizministerin Simonetta Sommaruga, schreibt die «NZZ am Sonntag».

Unternehmen müssten entsprechende offene Stellen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungstellen (RAV) melden und Kandidaten, die von den RAV vorgeschlagen werden, zum Einstellungsgespräch einladen.

Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann dagegen will laut der Zeitung den Schwellenwert bei 8 Prozent ansetzen, was weniger restriktiv wäre. Gemäss Schätzungen der Bundesverwaltung sind bei einem Schwellenwert von 5 Prozent bis zu 200'000 Jobs pro Jahr vom Inländervorrang betroffen. Bei 8 Prozent unterstünden gemäss den Schätzungen noch 55'000 bis 80'000 Stellen der Meldepflicht. (roy/SDA)

Erstellt: 21.05.2017, 08:06 Uhr

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