Woher die meisten Zuwanderer kommen

Die Zahl der Einwanderungen 2013 ist mit 10,5 Prozent zu 2012 deutlich angestiegen. Allerdings nahm auch die Zahl der Auswanderungen zu.


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Die Bevölkerung wächst weiter: Ende 2013 lebten 8'139'600 Menschen in der Schweiz – 1,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die ständige Wohnbevölkerung nahm um 100'600 Personen zu. Von den Schweizern sind allerdings mehr aus- als eingewandert.

Die provisorischen Zahlen hatte das Bundesamt für Statistik (BFS) bereits im April bekannt gegeben. Damals bezifferte es das Wachstum auf 1,2 Prozent. Am Montag hat das BFS nun die definitiven Zahlen veröffentlicht, die leicht über den provisorischen liegen.

Die Zunahme der Bevölkerung ist in erster Linie auf die Zuwanderung zurückzuführen. Im Jahr 2013 betrug der Einwanderungsüberschuss 82'800 Personen. Insgesamt registrierte die Schweiz 193'300 Einwanderungen, davon 26'100 Schweizer Staatsangehörige und 167'200 Ausländerinnen und Ausländer.

Deutlich mehr Einwanderungen

Im Vergleich zu 2012 ist die Zahl der Einwanderungen deutlich angestiegen, um 10,5 Prozent. Drei Viertel der ausländischen Einwanderer stammten aus Europa, wie das BFS schreibt. Am häufigsten kamen deutsche (26'400), portugiesische (20'000), italienische (17'700), französische (13'600) und spanische (9100) Staatsangehörige in die Schweiz.

Ebenfalls zugenommen hat indes die Zahl der Auswanderungen, im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 Prozent. 106'200 Personen verliessen die Schweiz. Bei den ausländischen Staatsangehörigen ist die Zahl der Auswanderungen um 5,2 Prozent gewachsen. Ausgewandert sind mehrheitlich deutsche (15'900), französische (7300), italienische (6200), portugiesische (5600) und britische (3700) Staatsangehörige.

Der Wanderungssaldo, der sich aus der Differenz zwischen Ein- und Auswanderung ergibt, beläuft sich bei den Ausländerinnen und Ausländern auf 89'500 Personen. Bei den Schweizerinnen und Schweizern ist er negativ, es wanderten also mehr Schweizer Staatsangehörige aus als ein.

Mehr Geburten als Todesfälle

Zum Anstieg der ständigen Wohnbevölkerung trug auch der Geburtenüberschuss bei, also die Differenz zwischen Geburten und Todesfällen. Im Jahr 2013 belief sich der Überschuss auf 17'800 Personen.

Gewachsen ist im Jahr 2013 auch die Bevölkerung schweizerischer Staatsangehörigkeit, und zwar um 33'100 Personen oder 0,5 Prozent. Sie erreichte Ende 2013 den Stand von 6'202'200 Personen. Das Wachstum ist hauptsächlich auf Einbürgerungen zurückzuführen.

Die Zahl der ständig in der Schweiz wohnhaften ausländischen Staatsangehörigen belief sich 2013 auf 1'937'400 Personen. Die meisten davon wohnen seit langem in der Schweiz, fast ein Fünftel davon ist hier geboren.

Nicht in allen Kantonen gleich

Am stärksten wuchs die ständige Wohnbevölkerung in den Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis und Thurgau. Das geringste Wachstum verzeichneten die Kantone Graubünden, Uri, Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden.

Zur ständigen Wohnbevölkerung zählen Personen schweizerischer Staatsangehörigkeit sowie Ausländerinnen und Ausländer, die über eine Bewilligung für eine Dauer von mindestens zwölf Monaten verfügen oder sich seit mindestens zwölf Monaten in der Schweiz aufhalten. (fko/sda)

Erstellt: 29.09.2014, 12:20 Uhr

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