Bund reicht Strafanzeige gegen Postauto ein

Nach dem Buchhaltungsskandal bei der Postauto AG zieht das zuständige Bundesamt Konsequenzen. Es verzeigt auch Organe der Post.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat am Mittwoch Strafanzeige wegen des Buchhaltungs-Skandals bei Postauto eingereicht. Die Anzeige ging an die Bundesanwaltschaft und die Staatsanwaltschaft des Kantons Bern. Sie richtet sich gegen Unbekannt.

Daneben verzeigte das Bundesamt als Aufsichtsorgan über subventionierte Geschäfte alle möglicherweise in Frage kommenden Organe der Schweizerischen Post AG und der Postauto AG, wie es am Mittwoch mitteilte. Die Anzeige war bereits im Vorfeld angekündigt worden.

Mögliche Straftatbestände sind Verletzungen des Verwaltungsstrafrechts, Betrugs- und Urkundendelikte sowie ungetreue Geschäfts- respektive Amtsführung. Die Postauto AG hatte jahrelang rechtswidrige Gewinnumbuchungen vom subventionierten in den nicht-subventionierten Bereich vorgenommen. Gewinne im subventionierten Bereich sind ihr verboten. (nxp/sda)

Erstellt: 14.02.2018, 15:32 Uhr

Update folgt...

Artikel zum Thema

Wie es in der Postauto-Affäre nun weitergeht

Das müssen Sie zu den Buchhaltungstricks, Subventionen und der angezählten Postchefin Susanne Ruoff wissen. Mehr...

Testen Sie Ihr Wissen zum Postauto-Skandal

Postauto hat sich Millionen an Subventionen vom Bund erschlichen. Was wissen Sie über den Skandal und das Unternehmen? Mehr...

Leuthard: «Dann müssen Köpfe rollen»

Bundesrätin Doris Leuthard äussert sich zum Postauto-Skandal. Sollten sich die Vorwürfe als richtig erweisen, habe man ein Problem. Mehr...

Blog

Kommentare

Die Welt in Bildern

Eiskalter Senkrechtstart: Der Extrembergsteiger und Mammut Athlet Dani Arnold eröffnet im Februar 2018 eine neue Eiskletter-Route in den weltbekannten kanadischen Helmcken Falls in British Columbia.
(Bild: Thomas Senf) Mehr...