Dann müssten Passagiere an Grenze umsteigen

Passt die SBB ihre neuen Doppelstockzüge den Vorgaben des Behindertendachverbands an, würde sie EU-Vorschriften verletzen.

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Kommt der Behindertendachverband Inclusion Handicap mit seiner Beschwerde vor den Bundesverwaltungsgericht durch, steht die SBB wohl vor einem grösseren Problem. Müsste die SBB die neuen Bombardier-Doppelstockzüge umbauen, wie es die Organisation verlangt, dürften die Züge nicht mehr ins Ausland fahren. «Die neue EU-Vorschrift müsste gezwungenermassen verletzt werden», hält Fachexperte Beat Schweingruber in der «Sonntagszeitung» fest.

Konkret geht es um eine kleine Rampe im Eingangsbereich der Wagons. Der Behindertenverband klagt, nach alter Norm sei die Rampe zu steil. Demnach könnten Rollstuhlfahrer nicht selbstständig aussteigen. Die Organisation beruft sich in der Klage auf eine Vorschrift, die bei der Planung der Züge im Jahr 2010 gültig war.

Umsteigen an der Grenze

Die SBB hat die Rampen hingegen den neuen internationalen Bestimmungen angepasst. Jedoch sind die Perrons beispielsweise an den Bahnhöfen in Deutschland und in der Schweiz unterschiedlich hoch.

Der Behindertenverband nimmt laut «Sonntagszeitung» bewusst in Kauf, dass die Züge aufgrund der Klage nicht über die Grenze fahren dürfen. Für viele Zugreisende würde das bedeuten, dass sie jedesmal an der Grenze umsteigen und Wartezeiten in Kauf nehmen müssen. (woz)

Erstellt: 04.02.2018, 12:54 Uhr

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