Das junge Dutzend

Der Genfer FDP-Staatsrat Pierre Maudet ist noch nicht 40-jährig und will in den Bundesrat. Das ist in der Geschichte des Bundesstaats erst 12-mal vorgekommen.

Pierre Maudet anlässlich einer Medienkonferenz in Genf. (9. August 2017)

Pierre Maudet anlässlich einer Medienkonferenz in Genf. (9. August 2017) Bild: Salvatore Di Nolfi/Keystone

Am Dienstag hat die FDP Genf Staatsrat Pierre Maudet als Bundesratskandidaten nominiert. Ob es der 39-Jährige auf das offizielle Ticket der FDP schafft, entscheidet die Fraktion am 1. September. Würde Maudet gewählt, wäre er erst der 13. Bundesrat seit 1848, der bei seiner Wahl noch nicht 40-jährig war. Unter den bisherigen, jung gewählten Bundesräten befinden sich markante und umstrittene Persönlichkeiten.



«Eigentlich ist es erstaunlich, dass in der Schweiz nicht häufiger Vertreter der jüngeren Generation in den Bundesrat gewählt werden», sagt der Historiker Urs Altermatt und verweist auf Politiker wie den Französischen Präsidenten Emmanuel Macron (39) oder Österreichs Aussenminister Sebastian Kurz (30). Gleichzeitig zeigten jedoch Beispiele wie Donald Trump (71) und Angela Merkel (63), dass es keinen klaren Trend zu immer jüngeren Politikern gebe. Vielmehr sagt Altermatt: «Beim Alter scheint inzwischen fast alles möglich – nach oben, wie nach unten.»

Quelle: Urs Altermatt: Die Schweizer Bundesräte. Ein biographisches Lexikon. Zürich und München 1991 / Bilder: Keystone.

(baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 11.08.2017, 21:13 Uhr

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