Mieses Heroin drängt Dealer ins Kokaingeschäft

Albanische Drogenmafias in der Schweiz «diversifizieren» offenbar ihr Geschäft. Das zeigen Drogenfunde der letzten Jahre.

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Die albanischen und kosovarischen Drogendealer stellen ihr Angebot um und verlagern sich offenbar vom Heroin hin zu Kokain und Cannabis. Dies schliesst die Polizei aus zahlreichen Drogenfunden in den vergangenen Jahren.

Traditionell sind die albanischen und kosovarischen Mafias im Heroin-Handel tätig, wie Olivier Guéniat, Chef der Neuenburger Kriminalpolizei, am Sonntag zu einem Bericht von «Le Matin Dimanche» sagte. Seit fünf oder sechs Jahren seien die kriminellen Organisationen nun aber dabei, sich zu «diversifizieren». Dies zeige sich immer wieder, wenn Drogen in der Schweiz sichergestellt würden.

Lieferung an die Haustür

Für den Drogen-Experten ist dieser Wandel aber ganz logisch. «Die Qualität des Heroins ist in den vergangenen zwanzig Jahren zurückgegangen», sagte Guéniat. Dies hänge damit zusammen, dass weniger Heroin verfügbar sei.

Obwohl die albanischen und kosovarischen Drogenhändler in den Kokain- und Cannabismarkt vorstossen, führt dies laut Guéniat nicht zu verschärfter Konkurrenz mit Dealern aus Zentral- und Südamerika oder Westafrika, die traditionell mit Kokain handeln.

Die organisierten Kriminellen aus Albanien und dem Kosovo gingen genau wie die Amerikaner diskreter vor. So lieferten sie etwa frei Haus, während afrikanische Dealer eher in den Strassen präsent seien.

(mch/sda)

Erstellt: 19.02.2017, 19:03 Uhr

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