Neue Hetzpredigten von Ramadan aufgetaucht

In einer Predigt hetzt Abu Ramadan gegen Juden. Das ist nicht der einzige neue Beleg dafür, wie der Bieler Imam Hass gegen andere Religionsgemeinschaften schürt.

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Der Bieler Hassprediger Abu Ramadan hat mehrmals gegen Ungläubige und Andersdenkende gehetzt. Dem «Tages-Anzeiger» liegen inzwischen mehrere Mitschnitte und Videos von Freitagspredigten vor, in denen der libysche Frührentner, der in der Gemeinde Nidau bei Biel lebt, zum Beispiel den Feinden der Religion den Tod wünscht oder antisemitische Klischees verbreitet.

Der «Tages-Anzeiger» hatte dem langjährigen Sozialhilfeempfänger Ende August vorgeworfen, Allah in einer Predigt um die Vernichtung von Juden und Christen gebeten zu haben. Abu Ramadan sagte dazu, die fragliche Stelle sei falsch übersetzt worden.

«Vernichte die Feinde»

Eine andere Predigt zeigt Ähnliches. «O Gott», betet er, «mache den Islam und die Muslime stark und demütige die Beigesellung und die Beigeseller, vernichte die Feinde meiner Religionsgemeinschaft und der Religion, o Gott, verleihe deinen unterdrückten Dienern an jedem Ort den Sieg, o Gott, verleihe ihnen den Sieg im Irak, in Syrien, im Jemen, in Palästina, in Ägypten, in Libyen, o Herr der Welten!»

Der Bittruf stammt aus einer Predigt, die Abu Ramadan im November vor einem Jahr in der libyschen Hauptstadt Tripolis hielt.

Die Frage, ob Abu Ramadans Wunsch nach Vernichtung der Juden und Christen gegen die Rassismus-Strafnorm verstiess, ist derzeit Gegenstand von Abklärungen der Bieler Staatsanwaltschaft. Unabhängig davon hat das Bundesverwaltungsgericht dem Libyer kürzlich den Asylstatus entzogen. Grund waren die zahlreichen Reisen des Imams nach Libyen gewesen.

Antisemitische Klischees

Abu Ramadan macht auch nicht vor antisemitischen Klischees halt. In einer Predigt, die er in Biel gehalten hat, hat er gefragt, wie gross auf der Welt die Korruption der Juden sei. Seine Antwort dazu: so gross, dass sie gar nicht zu ermessen sei. Die Juden hätten Propheten getötet und den Sinn der Bibel verdreht.

Auf Anfrage bestätigt Abu Ramadan diese Darstellung, zumindest indirekt, mit Verweis auf den Koran.

Übernommen von Tages-Anzeiger, bearbeitet von NXP. (nxp)

Erstellt: 06.10.2017, 02:50 Uhr

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