Tennis

Federer verliert Titel und ATP-Führung an Nadal

Rafael Nadal hat zum fünften Mal das French Open gewonnen. Der Spanier meldete sich ein Jahr nach dem Achtelfinal-Out in Paris eindrücklich zurück.

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Im Final bezwang er seinen letztjährigen und bislang einzigen Bezwinger beim French Open, Robin Söderling (ATP 7), mit 6:4, 6:2, 6:4 und holte sich damit nicht nur die Coupe des Mousquetaires, sondern auch die Weltranglisten-Führung. Beides war zuvor im Besitz von Roger Federer gewesen.

Söderling stand gegen Nadal in Topform auf verlorenem Posten. Im letzten Jahr hatte der Schwede bei seinem Sieg auch davon profitiert, dass der Mallorquiner physisch angeschlagen war. Diesmal sorgte Nadal dafür, dass die Ballwechsel länger dauerten; Söderling kam kaum zu schnellen Punktgewinnen und biss sich je länger, je mehr die Zähne am weltbesten Sandspieler aus.

Trotzdem hatte der skandinavische Federer-Bezwinger seine Möglichkeiten. Bis zum Stand von 1:1 im zweiten Umgang hatte Söderling sieben Breakbälle vergeben. Am nächsten kam er einem Servicedurchbruch zu Beginn des zweiten Satzes, als Nadal zunächst einen Smash zurück ins Feld brachte und den Punkt mit einem Volleystopp abschloss. Nadal war wesentlich effektiver. In den ersten beiden Sätzen sorgte er beim Stand von 2:2 für die entscheidende Differenz, im letzten Umgang ging er rasch 2:0 in Führung.

Zu diesem Zeitpunkt war der Final längst zu einer Demonstration des nunmehr siebenfachen Grand-Slam-Siegers geworden, die sogar seinen ansonsten stoischen Onkel und Coach Toni Nadal vom Sitz riss. Nach dem enttäuschenden und von Verletzungen geprägten zweiten Halbjahr 2009 hat Nadal wieder zur alten Stärke gefunden und zuletzt nebst dem French Open (ohne Satzverlust!) auch die Sandturniere von Monte Carlo, Rom und Madrid gewonnen.

Nadal dürfte nun eine Weile an der Weltranglisten-Spitze bleiben. In zwei Wochen in Wimbledon hat der fast 23-Jährige keine Punkte zu verteidigen, während Federer als Titelverteidiger keinen Zähler dazugewinnen kann. Das heisst der Baselbieter wird sich gedulden müssen, ehe er vielleicht doch noch den Rekord von Pete Sampras knackt, der in seiner Karriere eine Woche länger das ATP-Ranking anführte als der Schweizer.

Erstellt: 06.06.2010, 18:11 Uhr

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