Alain im Wunderland

Was Alain Sutter sich für den FC St. Gallen erträumt: Die 10 blumigsten Sätze aus seiner Pressekonferenz.

«Wir wollen Unterhaltung bieten und dass die Zuschauer nach dem Match zufrieden nach Hause können, unabhängig vom Resultat.» Der neue FCSG-Sportchef Alain Sutter. (Video: FCSG)

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Braungebrannt sitzt er im Rampenlicht, zurück aus den Ferien in Dubai. Die Schultern leicht nach vorne gebeugt, die Hände wie zum Gebet gefaltet, versteckt hinter einer übergrossen Namenstafel: Alain Sutter, Sportchef FC St. Gallen.

Der bald 50-jährige Berner redet aus tiefster Überzeugung, seine Sätze sitzen, genauso das Sakko und die Frisur. «Ich bin froh, dass ich einen Verein gefunden habe, der meine Werte teilt», sagt Sutter beschwingt.

Exakt fünf Minuten dauert der leicht esoterische Monolog am Tag seiner Präsentation. Vergleichsweise kurz. Gegenüber dem Verwaltungsrat hat er zwei Stunden gebraucht, um seine Vision aufzuzeigen.

Alain Sutter im Rampenlicht: An einer Pressekonferenz skizzierte der neue Sportchef seine Ideen für den FC St. Gallen in blumigen Worten. (Bild: Gian Ehrenzeller, Keystone)

Sutter träumt beim FCSG von einem Wunderland, das so gar nicht in die harte und oft gnadenlose Fussballwelt passt. «Meine Werte sind im Fussballgeschäft nicht weit verbreitet», sagt Sutter nicht ohne Stolz.

«Ich bin immer meinen eigenen Weg gegangen, habe nicht immer alle begriffen.» Wie Sutter seine Werte in Worte packt, dürfte dabei vor allem die Romantiker der Szene in Verzückung versetzen und seinen Kritikern neue Munition liefern.

Die Top 10 der feinsten Formulierungen an der Medienkonferenz des FC St. Gallen:

  • «Früher war das Espenmoos ein Hexenkessel. Wir wollen wieder, dass jeder Gegner ein bisschen Schiss hat, wenn er hier nach St. Gallen kommt. »

  • «Wir wollen Identifikation stiften und junge Talente integrieren.»

  • «Wir können hier etwas Einmaliges schaffen.»

  • «Wir wollen Unterhaltung bieten und dass die Zuschauer nach dem Match zufrieden nach Hause können, unabhängig vom Resultat.»

  • «Ich will eine Kultur und Atmosphäre kreieren, wo man einander vertraut. Das Wirgefühl wird ganz wichtig.»

  • «Es geht nicht um Konkurrenz, es geht um Kooperation. Erfolg entsteht nur, wenn man einander unterstützt.»

  • «Ich werde den Trainer unterstützen, wenn er das braucht, aber auch in Ruhe lassen, wenn er es nicht braucht. Ich werde ihm nicht reinreden.»

  • «Die Schlüsselfaktoren sind die Weiterentwicklung von Spieler und Trainer in der Persönlichkeitsentwicklung.»

  • «Wer meine Bücher aufmerksam gelesen hat, der hat mitbekommen, dass Stress nichts mit der Anforderung zu tun hat, sondern nur mit der inneren Einstellung.»

  • Ich will meine Zeit hier in vollen Zügen geniessen, auch wenn es manchmal stürmisch wird.

Video: St.-Gallen-Trainer Giorgio Contini über Alain Sutter.

(baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 04.01.2018, 14:35 Uhr

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