Basel siegt erst in der Nachspielzeit

Lausanne kämpft sich in die Partie zurück, gerät dann aber in Unterzahl. Albian Ajeti entscheidet das Spiel in der Nachspielzeit. Sion schlägt Luzern auswärts 1:0 und verlässt das Tabellenende.

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In Unterzahl hatte der FC Lausanne-Sport im St.-Jakob-Park den endgültigen Knock-out zu verkraften. Albian Ajeti, mittlerweile zehnfacher Saisontorschütze, verwertete in der ersten Minute der Nachspielzeit eine Kopfballvorlage von Nationalspieler Michael Lang; mit seinem achten Eckball und letzten Ansturm verlängerte der Meister sein kleines Ergebnis-Hoch um einen dritten Sieg in Serie.

Für den letztjährigen Aufsteiger bahnt sich nach dem späten Kollaps ein ungemütlicher Frühling an. Trotz kostspieliger Investitionen der neuen Klubchefs in der Winterpause driften sie am Lac Léman immer mehr ab. Die Resultate im neuen Jahr sind das Dokument einer regelrechten Krise – ein Sieg und drei Remis in zehn Runden sind alarmierende Fakten.

Video: Spätes Goal

In der Nachspielzeit: Der FC Basel gewinnt dank spätem Goal mit 2:1. (Video: Tamedia/SRF)

Der Auftritt beim nicht sonderlich überzeugenden Titelhalter war im Prinzip ordentlich bis gut, den Rasen verliess der Tabellenletzte gleichwohl erneut geschlagen. Fabio Celestini machte hinterher indes nicht die 14. Niederlage zum Thema, sondern einen unterschlagenen Foulpenalty. «Ärgerlich, das war eine Schlüsselszene», beschwerte sich der Waadtländer Trainer über eine nicht geahndete Intervention gegen Benjamin Kololli eine Viertelstunde vor Schluss beim Stand von 1:1.

Sion gewinnt in Luzern

Sions Rückmeldung im Kampf um den Ligaerhalt kommt nicht ohne Ansage. Der Walliser Aufschwung unter Maurizio Jacobacci hält schon länger an. Der bereits dritte Coach der aktuellen Kampagne hat die Schlangenlinien der an sich gut bestückten Equipe eingeschränkt; von den letzten sechs Partien verloren die Romands nur jene in Basel (0:1).

Der Erfolg beim hinter Leader YB und St. Gallen drittbesten Team der Rückrunde war begünstigt von einem schweren Fehler von Jonas Omlin. Der Keeper der Innerschweizer dribbelte sich nach einem suboptimalen Rückpass in eine unlösbare Lage – Matheus Cunha nahm die unverhoffte Offerte in der 50. Minute an und setzte der FCL-Serie mit vier Heimsiegen in Folge ein Ende.

Spannender Abstiegskampf

Der zweite Fehltritt seit der Amtsübernahme von Gerardo Seoane in der Winterpause bleibt mit Blick auf die Tabelle vorerst folgenlos; der Club bleibt auf Europacup-Kurs. Verändert hat sich die Konstellation im unteren Bereich des Super-League-Rankings. Sion sorgte dank dem Effort für eine allgemeine Verschärfung im Kampf gegen den Fall in die Zweitklassigkeit.

Inklusive den an vorletzter Stelle platzierten Westschweizern sind fünf Clubs innerhalb von nur einem Punkt klassiert. Bereits am kommenden Mittwoch bietet sich Sion im Tourbillon die erstklassige Gelegenheit, nach dem stagnierenden Lausanne auch den kriselnden Direktkonkurrenten Lugano zu überholen.

Basel - Lausanne 2:1 (1:0)

23'649 Zuschauer. - SR Fähndrich. - Tore: 11. Bua (Serey Die) 1:0. 63. Margiotta (Zidane) 1:1. 91. Ajeti (Lang) 2:1.

Basel: Vaclik; Lang, Suchy, Frei, Riveros; Campo, Serey Die; Stocker (77. Manzambi), Elyounoussi (67. Wolfswinkel), Bua; Ajeti.

Lausanne: Castella; Loosli, Cabral, Rochat; Kololli, Schmid, Fransson, Gétaz; Zidane (87. Marin), Zarate (73. Geissmann); Margiotta (88. Tejeda).

Bemerkungen: Basel ohne Xhaka, Lacroix, Balanta (beide verletzt), Oberlin, Zuffi (beide krank), Lausanne ohne Monteiro (gesperrt), Manière, Dominguez, Pasche (alle verletzt). 82. Gelb-Rot gegen Gétaz (Foul). Verwarnungen: 29. Loosli, 55. Gétaz, 60. Lang (alle Foul).

Luzern - Sion 0:1 (0:0)

10'168 Zuschauer. - SR Tschudi. - Tor: 50. Cunha 0:1.

Luzern: Omlin; Grether (75. Kutesa), Schindelholz, Knezevic, Lustenberger; Custodio, Voca; Christian Schneuwly, Rodriguez (64. Juric); Demhasaj, Vargas (75. Follonier).

Sion: Fickentscher; Maceiras, Cümart (83. Angha), Neitzke; Lenjani, Toma, Kouassi; Uçan (68. Grgic); Carlitos, Mboyo (46. Marco Schneuwly), Cunha.

Bemerkungen: Luzern ohne Alves, Arnold, Cirkovic, Gvilia, Schmid, Schürpf, Schulz, Schwegler (alle verletzt), Sion ohne Adryan, Constant, Kasami, Kukeli, Lurati, Mitrjuschkin, Ricardo, Zock (alle verletzt). 65. Lattenschuss von Demhasaj. Verwarnungen: 31. Cunha, 34. Knezevic, 72. Schindelholz (alle Foul), 78. Lenjani (Unsportlichkeit), 83. Kouassi (Foul)

Resultate:

Die Resultate der 29. Runde. Samstag: Grasshoppers - St. Gallen 1:2. Lugano - Thun 1:1. - Sonntag: Young Boys - FC Zürich 1:0. Basel - Lausanne-Sport 2:1. Luzern - Sion 0:1.

Rangliste:

1. Young Boys 29/68 (69:30). 2. Basel 29/55 (51:24). 3. St. Gallen 29/45 (45:52). 4. Luzern 29/40 (39:43). 5. Zürich 29/37 (35:36). 6. Grasshoppers 29/32 (35:41). 7. Thun 29/32 (43:54). 8. Lugano 29/32 (28:44). 9. Sion 29/31 (39:46). 10. Lausanne-Sport 29/31 (41:55). (sda)

Erstellt: 15.04.2018, 15:42 Uhr

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