Basel zerlegt Sion und zerstört den Mythos

Der FC Basel lässt die Final-Serie von Sion reissen. Urs Fischer verabschiedet sich mit dem Double.

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Für den Schweizer Meister ist es der insgesamt zwölfte Cupsieg und der erste nach zuletzt drei verlorenen Finals. Damit tritt der Basler Coach Urs Fischer als Doublegewinner ab. Dies war zuletzt dem Deutschen Heiko Vogel vor fünf Jahren gelungen. Fischer hat in seiner zweijährigen Zeit in Basel somit drei von vier möglichen Titeln geholt.

Basel verdiente sich den Sieg in einer spielerisch schwachen und weitgehend emotionsarmen Partie vollauf. Der FCB war von Beginn weg dominant und geriet nach der 2:0-Führung in der letzten halben Stunde nicht mehr in Gefahr, den Vorteil aus der Hand zu geben.

Fehlender Kampfgeist bei Sion

Statt einem Walliser Aufbäumen gab es zwei Minuten vor dem Ende sogar noch eine Zugabe im Form einer Direktabnahme Langs zum 3:0. Letztlich genügte dem FC Basel eine durchschnittliche Leistung, um den Cup-Mythos der im Final scheinbar unbezwingbaren Walliser zu beenden und sich für die gegen den FC Sion erlittenen Niederlagen aus den Jahren 1982 und 2015 zu revanchieren.

Sion zeigte sich im Vergleich zu den letzten schwachen Auftritten in der Meisterschaft nicht verbessert. Im gesamten Spiel kamen die Walliser zu keinem einzigen richtig gefährlichen Abschluss. Sie waren, was in einem Cupfinal niemand von ihnen erwartet hatte: von A bis Z ohne Chance.

Zwei Abwehrfehler besiegeln die Finalpleite

Vielleicht illustriert nichts besser den desolaten Nachmittag des FC Sion als die Entstehung der ersten beiden Basler Tore, welche die Partie bis zur 62. Minute entschieden. Beim 1:0 rutschte der Sittener Aussenverteidiger Pa Modou aus und ermöglichte Mohamed Elyounoussi den Konter, den letztlich Basels Captain Delgado nach einem Zuspiel von Seydou Doumbia erfolgreich abschloss. Vor dem zweiten Treffer konnte Sions Innenverteidiger Elsad Zverotic den Ball nicht kontrollieren, der Basler Traoré lenkte den Ball auf das Tor und erwischte Keeper Mitrjuschkin zwischen den Beinen.

Während der FC Basel über 90 Minuten ausspielte, was ihn über die ganze Saison auszeichnete, Solidität und Effizienz nämlich, kam Sion auch deshalb nicht auf Touren, weil die Pfeiler des letzten Cupsieges nicht in Form waren: Flügel Carlitos trat wegen einer Oberschenkelzerrung erst ein, als es schon 0:2 stand. Mittelstürmer Moussa Konaté musste vor der Pause lange gepflegt werden und kämpfte anschliessend handicapiert, und Veroljub Salatic verletzte sich nach der Pause am Kopf und schleppte sich in der letzten halben Stunde mit einem dicken Verband über die Runden.

Basel - Sion 3:0 (0:0)

Stade de Genève, Genf. - 26'500 Zuschauer. - SR Klossner.

Tore: 47. Delgado (Doumbia) 1:0. 62. Traoré (Steffen) 2:0. 89. Lang (Janko) 3:0.

Basel: Vaclik; Lang, Suchy, Akanji, Traoré; Xhaka, Zuffi (93. Fransson); Elyounoussi, Delgado (80. Serey Die), Steffen; Doumbia (88. Janko).

Sion: Mitrjuschkin; Lüchinger, Zverotic, Ziegler, Pa Modou (63. Carlitos); Karlen (70. Bia), Salatic, Constant; Akolo (79. Léo), Konaté, Adao.

Bemerkungen: Basel ohne Bua (verletzt), Sion ohne Mveng (verletzt).

Verwarnungen: 37. Salatic. 44. Doumbia. 77. Lang. 79. Xhaka. 95. Lüchinger (alle Foul). (rub/SDA)

Erstellt: 25.05.2017, 13:43 Uhr

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