Bayern kantert den HSV nieder

Nach einem 6:0 über Hamburg kann sich Bayern München im Optimalfall nächstes Wochenende den 28. Meistertitel sichern.

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In der 26. Runde war der Hamburger SV keine schwierige Prüfung für den Leader der Bundesliga. Die Bayern haben vor eigenem Publikum den Zweitletzten der Tabelle ein weiteres Mal gedemütigt. Nach dem 6:0 über den abstiegsbedrohten HSV 6:0 kann München schon in einer Woche Meister werden.

Das Resultat von 6:0 passt in die Reihe der letzten Heimauftritte von Bayern München gegen den HSV. Es war der neunte Sieg in Folge bei einem Torverhältnis von nun 51:3. Nach der Startphase schien sogar das erste zweistellige Resultat in der Bundesliga seit einem 10:0 von Borussia Mönchengladbach gegen Eintracht Braunschweig am 11. Oktober 1984 möglich. Nach Toren von Frank Ribéry und zweimal Robert Lewandowski führte Bayern nach 18 Minuten 3:0.

Ein bizarres Spiel

Es war das Glück des HSV, dass die Münchner spätestens nach dem dritten Tor das Geschehen und den Gegner nicht mehr ganz ernst nahmen. Die Partie nahm teilweise bizarre Züge an. Zum Beispiel, als David Alaba an der Seitenlinie den Ball nur noch mit dem Absatz berühren wollte. Oder als Bayerns Keeper Sven Ulreich einen Einwurf tätigte. Das alles führte dazu, dass Bayern am Ende nur 6:0 gewann. Es war bloss der vierthöchste Heimsieg gegen den HSV in den letzten sechs Spielen.

In der Tabelle beträgt der Vorsprung der Bayern auf das zweitklassierte Schalke acht Runden vor dem Saisonende weiterhin 20 Punkte. Schon am kommenden Sonntag kann der Rekordmeister seinen Titel verteidigen, sofern er in Leipzig gewinnt, Schalke in Wolfsburg nicht siegt, und weder Borussia Dortmund noch Eintracht Frankfurt bis dahin ihre beiden Spiele gewinnen. Aus eigener Kraft kann Bayern am 31. März im Heimspiel gegen Dortmund Meister werden.

Auch Wolfsburg akut gefährdet

Der HSV dagegen kann nun die Spiele zählen, bis der Abstieg feststeht. Barrage-Platz 16 ist sieben Punkte entfernt. Es scheint fraglich, ob die Hamburger überhaupt noch sieben Punkte holen. Zuletzt brauchten sie 13 Spiele für fünf Zähler. Unter dem neuen Trainer Bernd Hollerbach jedenfalls warten sie auch nach sieben Partien noch auf einen Sieg.

Zu den Teams, die sieben Punkte vor dem HSV klassiert sind, gehört der VfL Wolfsburg. Der Champions-League-Viertelfinalist von 2016 ist akut gefährdet, wie im letzten Jahr die Abstiegsbarrage bestreiten zu müssen. Auswärts gegen Hoffenheim verlor Wolfsburg mit den Schweizern Admir Mehmedi und Renato Steffen (Teileinsatz) sang- und klanglos 0:3. Der unter dem Walliser Trainer Martin Schmidt eingesetzte Negativtrend hält auch mit dessen Nachfolger Bruno Labbadia an. In drei Spielen unter dem früheren Meister-Stürmer von Kaiserslautern und Bayern München gewann Wolfsburg nur einen Punkt.

Augsburg bringt wichtige Punkte heim

Derweil machte Augsburg den womöglich entscheidenden Schritt Richtung Ligaerhalt. Nach zuletzt vier sieglosen Spielen gewann der FCA auswärts gegen Aufsteiger Hannover 3:1, der Vorsprung auf die Abstiegsränge beträgt 17 Punkte. Der Schweizer Torhüter Marwin Hitz musste sich nur von Salif Sané bezwingen lassen. Hertha Berlin und Freiburg trennten sich torlos unentschieden.

Nicht vom Fleck kommt auch Borussia Mönchengladbach. Die aufgrund von acht verletzten Spielern arg dezimierte Mannschaft des Schweizer Quartetts mit Yann Sommer, Nico Elvedi, Denis Zakaria und Josip Drmic kassierte beim 0:2 in Leverkusen die fünfte Niederlage aus den letzten sieben Spielen. Ein Tor gelang der Borussia in diesen verlorenen Partien nie. Dagegen hat Leverkusen nach 26 Runden und 44 Punkten bereits die Marke der schwachen letzten Saison (41) überboten.

Bayern München - Hamburg 6:0 (3:0)
75'000 Zuschauer. - Tore: 8. Ribéry 1:0. 12. Lewandowski 2:0. 19. Lewandowski 3:0. 55. Robben 4:0. 81. Ribéry 5:0. 90. Lewandowski (Foulpenalty) 6:0. - Bemerkungen: Hamburg mit Janjicic (ab 24.). 86. Lewandowski schiesst Foulpenalty über das Tor.

Hertha Berlin - Freiburg 0:0
38'625 Zuschauer. - Bemerkung: Hertha Berlin mit Lustenberger, Freiburg ohne Sierro (nicht im Aufgebot).

Hoffenheim - Wolfsburg 3:0 (1:0)
25'550 Zuschauer. - Tore: 18. Schulz 1:0. 77. Gnabry 2:0. 80. Guilavogui (Eigentor) 3:0. - Bemerkung: Hoffenheim ohne Zuber (Ersatz) und Kobel (verletzt), Wolfsburg mit Mehmedi und Steffen (ab 82.).

Hannover - Augsburg 1:3 (1:2)
36'500 Zuschauer. - Tore: 26. Gregoritsch 0:1. 37. Sané 1:1. 45. Kacar 1:2. 83. Gregoritsch 1:3. - Bemerkung: Hannover mit Schwegler (ab 46.), Augsburg mit Hitz.

Bayer Leverkusen - Borussia Mönchengladbach 2:0 (1:0)
28'809 Zuschauer. - Tore: 39. Alario 1:0. 93. Brandt 2:0. - Bemerkung: Mönchengladbach mit Sommer, Elvedi, Zakaria (bis 79.) und Drmic (ab 79.). (sda)

Erstellt: 10.03.2018, 18:44 Uhr

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