«Dann würde ich die grösste Busse im Weltfussball zahlen»

Zwei späte Penaltys im Spiel zwischen Liverpool und Tottenham sorgen für Aufregung – und bringen Jürgen Klopp in Rage.

Umstrittene Szenen: Die Schiedsrichterentscheide bei Liverpool gegen Tottenham sorgen für Diskussionen. (Video: Tamedia)

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An der Anfield Road musste sich Liverpool am Sonntag in der 26. Runde der Premiere League mit einem 2:2 gegen Tottenham abfinden. Allen voran Jürgen Klopp ärgerte sich gewaltig über das Unentschieden, welches durch einen umstrittenen Penaltyentscheid tief in der Nachspielzeit (94.) entstanden war. Referee Moss fällte diesen erst nach kurzer Rücksprache mit dem Linienrichter und ahndete ein Vergehen von Virgil van Dijk an Tottenhams Erik Lamela. Beim Versuch, den Ball wegzuschlagen, berührte der Reds-Verteidiger seinen Gegenspieler. Harry Kane trat den Elfmeter und glich aus.

Liverpool-Coach Klopp war nach Spielende ausser sich. «Am Ende wurde das Ergebnis massiv beeinflusst von einem Linienrichter. Er wollte heute im Mittelpunkt des Interesses sein, und das ist er jetzt auch», polterte der Deutsche. «Wenn ich sagte, was ich denke, würde ich die grösste Busse im Weltfussball zahlen», fügte er entnervt an.

«Es ist eine Schwalbe»

Bereits in der 85. Minute war Tottenham zu einem Penalty gekommen. Kane stürmte auf das Tor der Reds zu, deren Keeper Loris Karius stürzte sich auf den Ball und touchierte dabei den Angreifer leicht. «Ich denke, es ist eine Schwalbe. Du siehst Kane klar hinfallen, und niemand redet darüber», kommentierte Van Dijk jene Szene. Vor dieser hatte der besagte Schiedsrichter-Assistent ein Abseits der Spurs übersehen. Karius parierte den von Kane dürftig getretenen Strafstoss dann allerdings. Zu jenem Zeitpunkt stand es 1:1.

Mohamed Salah hatte die Reds bereits nach drei Minuten herrlich in Führung gebracht und Victor Wanyama in der 80. Minute mit einem herrlichen Weitschuss für die Gäste ausgeglichen. Als Salah zu Beginn der Nachspielzeit (91.) zum viel umjubelten 2:1 traf, schien Liverpool zu einem Heimsieg zu kommen – doch die Freude hielt nur rund drei Minuten...

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 05.02.2018, 11:28 Uhr

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