Der erste Riese war lukrativer

Ausser dem Prestige nimmt der FC Basel aus dem Sieg gegen Manchester City wenig mit. Der Erfolg gegen United in der Gruppenphase hat sich finanziell bedeutend mehr gelohnt.

Manchester-City-Coach Pep Guardiola gratuliert Raphael Wicky nach dem Spiel.
Video: Keystone

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Die Sensation ist nicht eingetreten. Nach dem 0:4 des FCB im Hinspiel gegen Manchester City war die Sache schon fast gelaufen, die Chancen der Basler auf ein Weiterkommen gegen die Weltklassemannschaft von Pep Guardiola waren auf Stufe Weltwunder gesunken. Dennoch ist das 2:1 von gestern Abend für den Serienmeister ein Achtungserfolg. In der Meisterschaft haben die Citizens überhaupt erst einmal verloren, im eigenen Stadion noch gar nie. Und in der laufenden Champions League wurden sie einzig von Schachtar bezwungen – ebenfalls auswärts und im bedeutungslosen letzten Gruppenspiel.

Keine Prämie für den gestrigen Sieg

Immerhin: Raphael Wicky hat nun in den Gruppenspielen nicht nur José Mourinho und die United, sondern auch den anderen grossen Manchester-Club und Mourinhos grossen Rivalen Guardiola besiegt. In der Premier League wird der Name des Wallisers spätestens jetzt vielen geläufig sein.

Finanziell lohnt sich der zweite Coup des FC Basel nicht mehr. Die Uefa begreift ab den Achtelfinals das Hin- und Rückspiel prämienmässig als eine Partie – sie zahlt nur an den Club, der sich über die zwei Spiele gesehen durchsetzt. Während Basels 1:0-Erfolg im November über United in der Gruppenphase also noch standesgemäss mit 1,5 Millionen Euro entlohnt worden ist, gibt es für das 2:1 von gestern Abend: nichts. Der erste bezwungene Riese hat sich für den FCB also noch weitaus mehr gelohnt. Manchester City zieht in den Viertelfinal ein und streicht so die ganzen 6,5 Millionen Euro Prämie dafür ein. Die Achtelfinalqualifikation war für Serienmeister Basel noch 6 Millionen Euro wert gewesen.

Keine Auswirkung aufs Fünfjahresranking

Zwar sammelte der FC Basel gestern weiter Punkte für den Uefa-Koeffizienten der Schweiz. In der Uefa-Fünfjahreswertung wird sich für die Schweiz damit aber nichts mehr ändern, das Saisonergebnis 2017/18 bleibt mit 6.5 Punkten kein überragendes, und die Schweiz verbleibt auf dem 12. Platz. Einen Achtungserfolg erzielt der FCB dafür im Uefa-Club-Ranking der aktuellen Saison, wo er durch den gestrigen Sieg auf Rang 9 vorstösst – punktgleich etwa mit PSG und noch vor Porto.

(mrm)

Erstellt: 08.03.2018, 10:37 Uhr

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