Die fiese Schwalbe von München

Wenn Bayerns Chilene Arturo Vidal schon von seinen eigenen Teamkollegen kritisiert wird, dann sagt das wohl schon alles.

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Arturo Vidal, der wegen seiner enormen Kampfkraft im Mittelfeld «der Krieger» genannt wird, ist auch ein begnadeter Showman, wie er schon oft bewiesen hat. Für seine Einlage im Halbfinal des deutschen Pokals gegen Werder Bremen erhielt er aber nicht einmal Applaus von seinen eigenen Teamkollegen.

Es lief die 71. Minute in der Münchner Allianz-Arena. Die Gäste lagen nur mit 0:1 im Rückstand und durften immer noch auf eine Sensation hoffen, als Vidal in den Bremer Strafraum eindrang, sich im Zweikampf mit Jan Sternberg ohne Berührung einfach fallen liess und eine ziemlich fiese Nummer abzog. Schiedsrichter Stieler fiel prompt auf die Schwalbe herein, zeigte auf den Elfmeterpunkt, von wo aus Weltmeister Thomas Müller das alles entscheidende 2:0 erzielen konnte.

Ein Bild von einer Schwalbe: Arturo Vidal bei einer früheren Einlage noch im Dress von Juventus Turin. Quelle: Youtube.

Allerdings mochte sich der deutsche Nationalspieler gar nicht so richtig freuen bei den diversen Interviews nach dem Spiel mit den Medien. Es soll schon klarere Elfmeter gegeben haben, räumte Müller zuerst ein. Im Spiel habe es schon nach einem Foul ausgesehen. «Aber wirklich getroffen hat er ihn nicht. Verwandeln muss ich den Elfer natürlich trotzdem.»

Janek Sternberg gehe mit sehr viel Risiko hin. Es sei eher so ein Schutzhochspringen von Vidal gewesen. «Aber das entschuldigt nicht, dass er ohne Kontakt hinfällt. Es war eine Schwalbe. Das Tor zählt trotzdem. Er berührt ihn halt nicht. Es gibt keine Entschuldigung. Es sollte nicht sein. Wenn so ein Elfmeter gegen uns passiert, stehe ich hier sicher in einer anderen Tonart. Aus meiner Sicht war es auch kein Elfmeter.»

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(baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 20.04.2016, 08:36 Uhr

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