Eklat beim FC Zürich

Michael Frey, der beste Stürmer des Stadtclubs, ist vorläufig suspendiert.

Zurzeit nicht mehr in der Mannschaft von Zürich: Michael Frey.

Zurzeit nicht mehr in der Mannschaft von Zürich: Michael Frey. Bild: Keystone

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Am Dienstag trainierte der FCZ zum ersten Mal wieder nach dem Sieg im Cup am Samstag bei Concordia Basel. Es ist für den Stadtzürcher Club eine besondere Woche. Am Sonntag empfängt er im Letzigrund den FCB zum Klassiker. Aber er wird das ohne Michael Frey tun. Der 24-Jährige war in der vergangenen Saison mit 12 Toren in der Liga und 4 Treffern im Cup bester FCZ-Stürmer. Jetzt ist er bis auf Weiteres suspendiert, wie FCZ-Sportchef Thomas Bickel gegenüber Tagesanzeiger/Newsnetz bestätigte.

Disput wegen geplatztem Deal

Auslöser der Unruhe ist Freys geplatzter Transfer zu Fenerbahce Istanbul. Der Berner wäre gerne nach Istanbul gewechselt, in der vergangenen Woche brach der FCZ die Verhandlungen mit den türkischen Clubverantwortlichen jedoch ab und schrieb in einem Communiqué: «Michael Frey bleibt beim FCZ», Fenerbahce habe «Deadlines» nicht eingehalten, und wegen des am 31. August schliessenden Transferfensters sei es sportlich und terminlich nicht mehr vertretbar, die Verhandlungen weiterzuführen.

Frey hätte deshalb am vergangenen Samstag mit dem FCZ im Cup gegen Concordia Basel spielen sollen – nur fehlte der Stürmer im Aufgebot. Es sei zwischen dem Spieler und Trainer Ludovic Magnin zum Disput gekommen, meldete der «Blick». Frey sei wütend über den geplatzten Wechsel und habe sich darum geweigert, im Cup zu spielen. Er wolle sogar nie mehr für die Zürcher auf dem Rasen stehen.


Video: Im Mai war er noch Matchwinner:

Michael Frey nach dem Cupsieg gegen seinen ehemaligen Verein YB. Video: SRF


Mental nicht in der richtigen Verfassung

Dass die Suspendierung mit Freys Verhalten rund um den Cup-Match zusammenhängt, ist sehr wahrscheinlich, Sportchef Bickel allerdings will auf die Gründe gar nicht eingehen. Er sagt, dass sich der FCZ mit grösstmöglicher Ruhe auf das Spiel gegen den FC Basel vorbereiten wolle, das sei derzeit mit Frey nicht möglich, weil der Angreifer mental nicht in der richtigen Verfassung sei. Im Vordergrund stehe immer das Wohl der Mannschaft und des Clubs.

Es ist nicht das erste Mal, dass Frey mit seinem Verhalten für Unruhe sorgt. Er verliess YB im Sommer 2017 im Unfrieden, in Bern erzählen Insider, es werde schwierig mit Frey, wenn es nicht nach dessen Gusto laufe. Beim FCZ wurde Frey, mit geschätzten 500’00 bis 600’000 Franken einer der ganz grossen Verdiener im Verein, bereits im April einmal suspendiert von Magnin. Frey verpasste deshalb den Match gegen YB. Er setze breite Leitplanken, sagte der Trainer damals, aber er könne konsequent sein, wenn ein Spieler diese Leitplanken berühre. Offensichtlich hatte sich Frey in einem Training vor dem YB-Spiel übel aufgeführt.

Zum jüngsten Zwist mit Frey wollte sich Magnin nun nicht äussern. Reden werde er erst am Donnerstag bei der offiziellen Medienkonferenz vor dem Spiel, sagte er, bevor er sich am Dienstagmorgen auf der Allmend Brunau mit dem Velo von der Kabine zum Trainingsplatz aufmachte. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 21.08.2018, 10:14 Uhr

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