«Es ist ein klarer Elfmeter»

FCB-Stürmer Ricky van Wolfswinkel sagt, worüber er sich nach dem 1:1 gegen den FC Thun ärgert.

Ricky van Wolfswinkel im Kampf um den Ball gegen Thuns Gregory Karlen.

Ricky van Wolfswinkel im Kampf um den Ball gegen Thuns Gregory Karlen. Bild: Keystone

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Es geht lange, bis der Holländer auftaucht. Und fliegen tut er an diesem Abend auch nicht mehr. Ricky van Wolfswinkel hat sich nach der Partie gegen Thun lange in der Physio-Abteilung aufgehalten – und sich dabei womöglich den Frust über jene Szenen wegmassieren lassen, in denen er Chancen ungenutzt liess …

BaZ: Ricky van Wolfswinkel, das war eine schwarze Woche für den FCB. Sie waren auf Zypern und auch gegen Thun der Mann, der die heissesten Szenen für ein besseres Ende hatte. Wie tief sitzt der Frust, nicht reüssiert zu haben?

Ricky van Wolfswinkel: Ich bin einfach nur noch müde … Der Frust sitzt natürlich tief. Primär darüber, dass wir in Europa nicht mehr dabei sind. Aber natürlich auch, dass wir gegen Thun nicht siegen konnten. Und ganz bestimmt bin ich mit meinen Szenen vor dem gegnerischen Tor nicht glücklich – vor allem gegen Thun nicht, da hätte ich es besser machen können. Gegen Apollon Limassol hatte ich ja einen Freistoss und einen Distanzschuss, die gefährlich waren. Das sind keine Situationen, in denen man sagt, dass der Ball rein muss.

Wann muss gegen Thun der Ball rein? In der 34. Minute. Diesen Kopfball kann ich besser treffen, sodass er ins Eck geht, unhaltbar ist. Über den ärgerte ich mich – genauso wie über den ausgebliebenen Elfmeterpfiff.

Es gab zwei Szenen, in denen Sie im Strafraum zu Fall kamen, ohne dass gepfiffen wurde. Sind beide Szenen für Sie klare Elfmeter? Nein. Die erste Szene ist ein klarer Elfmeter. Hediger hält mich am Oberkörper zurück und verhindert damit meinen Sprint auf den Ball. Es spielt keine Rolle, wie lange er mich dabei hält. Es ist einfach ein Elfmeter. Bei der zweiten Szene gerate ich etwas ins Sandwich – da habe ich zwar auch reklamiert, aber das ist keine eindeutige Situation. Das war okay so.

Marcel Koller nominiert Sie meist am rechten Flügel – und das, obwohl Sie weder sonderlich schnell noch ein Dribbelkünstler sind. Was macht Sie trotzdem zum Flügelspieler? Wenn Sie davon ausgehen, dass ein Flügel schnell sein muss oder sich im 1:1 durchzusetzen hat, dann haben Sie recht: Dann bin ich von meinen Fähigkeiten her kein Flügel. Aber ich denke, ich bewege mich gut, sehe die Räume, in die ich vorstossen muss, und komme zu Torchancen. Zudem bin ich defensiv ziemlich diszipliniert.

Nervt es Sie als Mittelstürmer nicht, dass Sie am Flügel spielen? Nein. Ich musste 29 werden, um erstmals dort zu spielen. Und ich finde es ziemlich interessant, bin glücklich, dass ich regelmässig auf dem Feld stehe. Und Tore habe ich als Flügel ja auch schon geschossen – auch wenn es zuletzt leider nicht klappte. (Basler Zeitung)

Erstellt: 03.09.2018, 09:22 Uhr

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