«Es war ein ziemlich schwieriges Spiel»

Der FC Basel löste die Pflichtaufgabe bei Flora Tallinn souverän. Im Hinspiel der 2. Runde in der Champions-League-Qualifikation gewann er dank zwei Toren von Alex Frei nach der Pause 2:0.

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Nachdem Alex Frei in der 86. Minute den Foulpenalty zum 2:0 verwertet hatte, besass der FC Basel, was er in Estland angestrebt hatte: einen klaren Auswärtssieg, der das Rückspiel in einer Woche im St.-Jakob-Park zur Formsache werden lässt. «Es war ein ziemlich schwieriges Spiel, weil der Gegner gut organisiert war und wir konzentriert sein mussten, bei möglichen Kontern», so Trainer Heiko Vogel. «Man muss mit solchen Formulierungen vorsichtig sein, aber im Rückspiel dürfte da nichts mehr passieren.»

Die Serie von nun neun Champions-League-Qualifikationsspielen in Folge ohne Niederlage war in Tallinn nie in Gefahr. Doch der Anlauf zum Sieg war lange. Über eine Stunde brauchte der FCB, um die von Beginn weg demonstrierte Überlegenheit in Zählbares zu verwandeln. Erst in der 64. Minute brachte Alex Frei die Basler auf die Siegesstrasse. Natürlich war es wieder er, der Topskorer. Fünfmal hatte er in der letztjährigen Champions League getroffen. Alex Frei ist im FCB auch in dieser Saison ein Mann für alle Fälle. Ob vor 75'000 Zuschauern in Manchester oder vor ein paar hundert in Tallinn: Frei macht den Unterschied. Gegen Flora war er mit dem Kopf zur Stelle, nachdem sich David Degen rechts bis zur Grundlinie durchgedribbelt und weich in die Mitte geflankt hatte. «Wir hatten uns vorgestellt, schon zur Pause in Führung zu sein. Ich denke, dass wir im Rückspiel in Basel, vor mehr Zuschauern, stärker sein werden, und uns dann auch mehr Tore gelingen», kommentierte Alex Frei.

Überzeugender Diaz

Dass die Vorarbeit David Degen gelang, war kein Zufall. Der Rückkehrer von YB hatte schon beim Saisonstart in Genf das Siegestor erzielt, gegen Flora gehörte er erneut zu den Besten. Mit Bruder Philipp bildete er ein aktives Tandem auf der rechten Seite. Viel lief in der FCB-Offensive über die Zwillinge. David war es, der nach Vorarbeit des Bruders die beste Chance vor der Pause auf dem Fuss gehabt hatte. Er schoss aber an der nahen Ecke vorbei (23.).

David Degen war einer von drei Neuen, welche Trainer Heiko Vogel von Beginn weg einsetzte. Keiner enttäuschte dabei den Coach. Einen bemerkenswerten Einstand gab Marcelo Diaz. Der Chilene, der erst seit zehn Tagen in der Schweiz ist, und auch in keinem Testspiel eingesetzt worden war, deutete an, dass er eine prägende Figur im Spiel des FCB werden kann. Der Aufbau lief fast ausnahmslos über Diaz. Er verteilte die Bälle umsichtig und scheute auch die riskanten Zuspiele nicht. «Seine Leistung ist für mich keine Überraschung, denn er hat bis zuletzt in Chile gespielt und ist im Rhythmus. Ich erwarte, dass er unserem Spiel den Stempel aufdrückt», so Vogel.

Auch Gaston Sauro gab in der Innenverteidigung seinen Pflichtspieleinsatz. Der Argentinier spielte unauffällig. Mehr war nicht zu erwarten, denn gefordert wurde die Basler Defensive von Flora kaum. Nur einmal, schon ganz früh, nach bloss zehn Minuten, wurde der FCB beunruhigt. Nach einem weiten Zuspiel stand Karl Mööl, der einzige Stürmer im Team von Flora, alleine vor FCB-Keeper Yann Sommer. Er lenkte den Ball aber über das Tor.

Flora Tallinn - FC Basel 0:2 (0:0)
A. Le Coq Arena, Tallinn. – 1000 Zuschauer. – SR Bergonzi. – Tore: 64. Alex Frei (David Degen) 0:1. 85. Alex Frei (Foulpenalty/Foul Jürgensson an Park) 0:2.
Flora Tallinn: Pedök; Baranow, Palatu, Mets, Jürgensson; Minkenen; Alliku (71. Maschitschew), Beglarischwili, Frolov, Luigend (77. Petre); Mööl (71. Luts).
FC Basel: Sommer; Philipp Degen, Sauro, Dragovic, Park; David Degen (73. Vuleta), Yapi, Diaz, Zoua (61. Stocker); Alex Frei (87. Andrist), Streller.
Bemerkungen: Basel ohne Fabian Frei und Schär (beide beim Olympia-Team). 37. Offsidetor von Streller annulliert. Verwarnungen: 74. Philipp Degen (Foul). 79. Frei (Foul). 93. Stocker (Foul). 94. Jürgensson (Foul).
(ker/si)

Erstellt: 17.07.2012, 19:52 Uhr

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