Franco Costanzo tritt zurück

Wie zu befürchten war, beendet der langjährige FCB-Torhüter im Alter von nur 31 Jahren seine Karriere. Nachdem er den FC Basel 2011 verlassen musste, wurde Costanzo nicht mehr glücklich.

Würdiger Abgang: Aus Basel verabschiedet sich Franco Costanzo als meisterlicher Captain.

Würdiger Abgang: Aus Basel verabschiedet sich Franco Costanzo als meisterlicher Captain. Bild: Keystone

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Wenn ein Spieler seinen Rücktritt gibt, ist das normalerweise ein natürlicher Vorgang und ein logischer Schritt. Ist er aber ein hervorragender Torhüter, gesund und erst 31 Jahre alt, dann macht das betroffen. Im Fall von Franco Costanzo, der in seiner Zeit beim FC Basel durch seine bescheidene Art zur Integrationsfigur wurde, ganz besonders. Viel trauriger als der Rücktritt des Argentiniers ist aber, dass es in der Schweiz niemand bemerkt hat. Das lateinamerikanische Portal von ESPN vermeldete seinen Ruhestand schon am 22. Mai. Der stille Abgang passt jedoch zu Costanzos Art. Er liess in seiner Karriere lieber Taten als Worte sprechen.

Costanzo legte in Basel einen veritablen Fehlstart hin. Als teurer Transfer vom spanischen Primera-Division-Absteiger Alaves ans Rheinknie gekommen und mit viel Vorschusslorbeeren bedacht, führte sich der wegen seines Aussehens als «Backstreet Boy» bezeichnete Goalie in seinem ersten Spiel mit dem FCB mit zwei Fehlgriffen ein. Das Spiel am 30. Juli 2006 in St. Gallen verloren die Basler prompt mit 2:3. Doch Costanzo strafte seine Kritiker in den folgenden fünf Jahren Lügen und etablierte sich als der beste Schlussmann der Super League. Nach seinem letzten Spiel für den FCB konnte der argentinisch-italienische Doppelbürger als Captain seinen dritten Meistertitel in Rotblau bejubeln. Dazu hat er dreimal den Cup gewonnen.

Unglücklicher Wechsel nach Griechenland

Ungeachtet seiner grossen Verdienste und seiner nach wie vor unbestrittenen Klasse verlängerte der FCB den Vertrag mit Costanzo vor einem Jahr nicht. Mit Yann Sommer setzte man auf ein hoch talentiertes Eigengewächs, der zudem einiges günstiger war als der Gaucho aus Rio Cuarto. Costanzo suchte nach dem tränenreichen Abschied im St.-Jakob-Park sein Glück beim griechischen Meister Olympiakos Piräus – fand es aber nicht. Nach einem frustrierenden ersten Halbjahr mit nur sechs Einsätzen in der griechischen Super League und deren drei in der Champions League löste der 31-jährige im Januar seinen Vertrag auf. «Wenn im nächsten halben Jahr kein guter Verein Interesse anmeldet, wird er aufhören mit Fussball», verriet Landsmann David Abraham im Februar der BaZ. Das ist nun Tatsache. Schade. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 08.06.2012, 15:00 Uhr

Franco Costanzo über die Gefühle nach seinem letzten Spiel für den FCB. (Video: Joël Gernet)

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