GC schlittert immer tiefer in die Krise

Die Grasshoppers verlieren auch das Kellerduell gegen Neuchâtel Xamax. Die Zürcher sind nun Tabellenletzter und in akuter Abstiegsgefahr.

Betretene Gesichter: Enttäuschung bei den Grasshoppers nach der schwachen Vorstellung gegen Xamax. (17. Februar 2019)

Betretene Gesichter: Enttäuschung bei den Grasshoppers nach der schwachen Vorstellung gegen Xamax. (17. Februar 2019) Bild: Ennio Leanza/Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Dritter Auftritt in der Rückrunde, dritte Niederlage und ein Torverhältnis von 1:8: Die Bilanz von GC unter der Führung von Trainer Thorsten Fink ist für den Rekordmeister besorgniserregend und alarmierend.

Geoffroy Serey Die, der in der Winterpause von Basel zu Xamax gestossen war, sorgte mit seinem Treffer in der 33. Minute für das Tor des Tages und besiegelte damit die sechste Niederlage in Folge für die Grasshoppers, die einen blamablen Auftritt hinlegten und nur zu einer guten Torchance kamen.

Gellende Pfiffe

Der freie Fall des Rekordmeisters geht weiter. Gegen den Aufsteiger stimmte nicht nur das Resultat nicht, sondern auch die Leistung war schwach. Die gellenden Pfiffe der nur 4900 Zuschauer im Letzigrund waren die logische Folge für die Mannschaft, die sich gegen die kompakt stehenden Gäste nur eine gute Torchance herausspielte.

Der Österreicher Marco Djuricin verpasste diese in der 35. Minute, als er alleinstehend den Ball über das Tor schoss. Zwei Minuten zuvor waren die Grasshoppers in Rückstand geraten. Nikola Gjorgjev hatte den Ball an der Mittellinie verloren, Raphaël Nuzzolo zog auf dem rechten Flügel davon, dribbelte in die Mitte, wo Geoffroy Serey Die mit einem satten Schuss zum 1:0 traf.

Genervter Fink

Es war die letztlich frühe Entscheidung in einer Partie, in der die Gäste defensiv überzeugten. Die Zürcher bekundeten Mühe, Angriffe zu initiieren. «Wir waren nicht kreativ und exakt genug», sagte ein sichtlich genervter Thorsten Fink, der auf Neuzugang Caiuby verzichtete, im Interview mit Teleclub.

Die Bilanz des Deutschen seit der Übernahme der Mannschaft im letzten Frühjahr ist desaströs. Von 26 Meisterschaftsspielen unter Fink verloren die Grasshoppers 17, zudem scheiterten sich im Cup am unterklassigen Stade Nyonnais. Der Abstiegsplatz ist die logische Folge der sportlichen Baisse.

Während die Zürcher immer tiefer in die Krise schlittern, setzte der Aufsteiger aus Neuenburg den Aufwärtstrend unter Stéphane Henchoz fort und feierte unter der Führung des früheren Verteidigers den zweiten Sieg im zweiten Spiel. Erstmals seit Ende September blieb Xamax ohne Gegentreffer.

Grasshoppers - Neuchâtel Xamax 0:1 (0:1)
4900 Zuschauer. - SR Erlachner.
Tor: 33. Serey Die (Nuzzolo) 0:1.
Grasshoppers: Lindner; Gjorgjev (87. Zesiger), Ajeti, Rhyner, Goelzer; Diani; Ravet, Bajrami (83. Mallé), Holzhauser, Ngoy (67. Tarashaj); Djuricin.
Neuchâtel Xamax: Walthert; Sejmenovic, Oss, Xhemajli; Serey Die; Gomes, Veloso (79. Di Nardo), Corbaz, Kamber; Ademi (79. Nimani), Nuzzolo (93. Pululu). Bemerkungen: Grasshoppers ohne Sigurjonsson, Pinga, Arigoni (alle verletzt) und Caiuby (Trainingsrückstand), Neuchâtel Xamax ohne Pickel (gesperrt), Minder, Le Pogam, Djuric, Huyghebaert, Doudin, Tréand (alle verletzt). 72. Tor von Ademi wegen Offside aberkannt.
Verwarnungen: 71. Rhyner (Foul). 78. Kamber (Spielverzögerung).
(fal/sda)

Erstellt: 17.02.2019, 18:27 Uhr

Artikel zum Thema

GC rüstet im Abstiegskampf auf

Die Grasshoppers holen den Offensivspieler Yoric Ravet per sofort zurück. Der Franzose stürmte zuvor für den SC Freiburg. Mehr...

Kommentare

Blogs

Mamablog «Gehst du nach der Geburt wieder arbeiten?»
Sweet Home Modernes altes Haus

Die Welt in Bildern

Container voll mit Arbeit: Nachdem die Wahllokale geschlossen wurden, werden die Stimmen im Atrium des Raatshauses von Den Haag von Hand gezählt. (20. März 2019)
(Bild: NIELS WENSTEDT) Mehr...