«Gegen Schweizer zu verlieren, ist den Bayern nicht erlaubt»

Ein Tag vor dem Auswärtsspiel gegen Bayern München ist beim FC Basel die Vorfreude gross – auch, weil FCB-Stürmer Marco Streller soeben Vater geworden ist. Damit steht dem Einsatz des Aeschers nichts mehr im Weg.

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Ein Tag vor dem letzten Champions-League-Gruppenspiel gegen Bayern München sind sich Spieler und Trainer des FC Basel einig: Den Baslern steht ein schwieriges Spiel bevor. Denn FCB-Trainer Thorsten Fink weiss: «Gegen eine Schweizer Mannschaft zu verlieren, ist für den FC Bayern nicht erlaubt». Auch wenn die Münchner bereits die Achtelfinal-Teilnahme in der Champions League als souveräner Gruppenleader in der Tasche haben, können von dem Team keine Geschenke erwartet werden – es gilt die Münchner Moral zu stärken.

Noch ist aber nichts verloren: In der Bundesliga rennen die Bayern derzeit ihrer Form hinterher – zuletzt kassierten sie gegen Schalke eine 0:2 Niederlage, die Tabellenspitze ist 17 Punkte entfernt. Diese Verunsicherung will der FC Basel nutzen.

Wenn es den Baslern morgen Abend in der Allianz Arena gelingt, das Ergebnis lange auf Null zuhalten, würden die Bayern bestimmt nervös werden, prophezeit Fink. «Das ist sicher ein Vorteil, den wir haben.» «Wenn wir unsere Chancen nutzen, können wir sie schlagen», sagte ein selbstsicherer Samuel Inkoom vor dem Betreten des Flugzeuges. Als «schwierig, aber nicht unmöglich», bezifferte Bernhard Heusler am Dienstagmorgen vor dem Abflug nach München die Chancen des FC Basel. Er sei sich fast sicher, dass es die AS Roma in Cluj schwer haben wird «und dann liegt es an uns», so der FCB-Vizepräsident. Denn um in der Champions League zu verbleiben, benötigt Basel neben einem eigenen Sieg auch Schützenhilfe der Rumänen.

Schlechte Erinnerung an die Allianz Arena

Dass das man das letzte Champions-League-Gruppenspiel ausgerechnet gegen Bayern München in der Allianz Arena bestreiten kann, ist für Heusler die «Crème on the top». Ähnlich sieht es auch der Bundesliga-erprobte FCB-Stürmer Alex Frei: «Das Spiel gegen Bayern ist die Zugabe für unsere Champions-League Saison». Allerdings habe er die Allianz Arena von seiner Zeit als Stürmer bei Borussia Dortmund her in schlechter Erinnerung: «Zuhause haben wir zwar eine gute Figur abgegeben, aber in München haben wir immer hoch verloren».

Frei freut sich vor allem auch für die jungen Spieler, dass sie in diesem «Bonusspiel» einmal vor einer solchen Kulisse spielen dürfen. «Für uns ist es ein Highlight, in der Allianz Arena spielen zu dürfen», sagt Valentin Stocker, «Da muss sich niemand mehr von jemandem motivieren lassen». Trotzdem hofft der FCB-Mittelfeldspieler auf lautstarke Unterstützung der Basler Fans: «Es wäre natürlich schön, wenn unsere Fans lauter wären, als die Münchner». Je nach Einschätzung werden morgen zwischen 5000 und 10'000 FCB-Fans in München erwartet. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 07.12.2010, 16:25 Uhr

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FCB-Stürmer Marco Streller ist frischgebackener Vater einer Tochter. Somit kann er in München mit dabei sein. Thorsten Fink hat sein Babygeschenk bereits besorgt – ganz im Gegensatz zu Valentin Stocker. (Video: Joël Gernet)

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