Müller gegen Ancelotti – bei den Bayern brodelts

Der Weltmeister sitzt in Bremen 73 Minuten auf der Bank und macht danach seinem Ärger über den Entscheid des Trainers Luft.

Zunächst auf die Bank verbannt: Coman (l.) und Müller müssen in Bremen lange auf ihre Einsätze warten.

Zunächst auf die Bank verbannt: Coman (l.) und Müller müssen in Bremen lange auf ihre Einsätze warten. Bild: Keystone

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«Ich weiss nicht genau, welche Qualitäten der Trainer sehen will, meine sind scheinbar nicht hundertprozentig gefragt» – Thomas Müllers Satz ins ARD-Mikrofon war das Bemerkenswerteste an einem wenig aufregenden Fussballabend in Bremen, der den Bayern dank Robert Lewandowskis Doppelpack (72./75.) doch noch einen 2:0-Sieg bescherte.

Weltmeister Müller musste bis zur 73. Minute auf die Einwechslung warten, obwohl Franck Ribéry auf seiner Position einiges schuldig geblieben war. Der neue Sportdirektor Hasan Salihamidzic versuchte die Wogen zu glätten. Müller habe keinen Grund, sauer zu sein. «Wir haben viele Spiele diese Saison und wissen, was wir an Thomas haben.»

Dessen Laune wird sich durch das Statement nicht so einfach bessern. Ihn ärgert nicht nur die Verbannung aus der Startformation für das Bremen-Spiel, sondern auch die Auswechslung nach einer Stunde zum Saisonauftakt gegen Leverkusen. Müllers Leistung war damals allerdings auch nicht berauschend. Das Fachmagazin «Kicker» gab dem erfolgsverwöhnten Nationalspieler die Note 4 – ungenügend also. Gegen Bremen war er aber sogleich hellwach: Das 2:0 fiel auch wegen seiner geschickten Laufarbeit, die Aufmerksamkeit von Lewandowski nahm.

Bayern-Coach Carlo Ancelotti bekannte später, dass sich sein Team eine Stunde lang mit dem Kreieren von Torchancen schwergetan habe. Das impliziert auch eine Kritik am Müller-Rivalen Ribéry. Wäre aus dem Sieg nichts geworden, hätte es zu Recht Diskussionen gegeben, so der Italiener.

Dass er kein uneingeschränkter Müller-Fan ist, zeigte Ancelotti schon vergangene Saison. In wichtigen Partien wie dem Viertelfinal-Rückspiel in der Champions League bei Real Madrid und dem Pokal-Halbfinal gegen Dortmund setzte er den Star zunächst auf die Bank. (ak)

Erstellt: 27.08.2017, 11:45 Uhr

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