«Wir haben ein dummes Tor bekommen»

Die Spieler und der Trainer sind sich einig: Die Systemumstellung ist geglückt, das Gegentor ist unnötig.

Das einzige Tor der Partie: Marcus Rushford trifft in der 54. Minute. (Video: SRF)

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Vladimir Petkovics Bilanz nach dem 0:1 in England fällt überwiegend zufriedenstellend aus. Die Möglichkeit auf ein freundliches Ergebnis vergaben die Schweizer ohne Not. Während eines Sekundenbruchteils büssten in der 54. Minute gleich mehrere Akteure die Orientierung ein. Marcus Rushford markierte aus kurzer Distanz das 1:0. «Die Übergabe hat nicht gepasst», analysierte Petkovic - gemäss des Taktgebers eine Frage der «Konzentration und Kommunikation, beides muss stimmen».

Das Wichtigste aus Schweizer Optik vorweg: Sie sind auch gegen einen namhaften Gegner in der Lage, ohne Schwierigkeiten mit einer Dreierkette zu verteidigen. «Wir haben ein gutes Spiel gemacht. Leider haben wir einige Chancen, die wir gut vorbereitet haben, nicht genutzt. Ich hatte das neue System (3-5-1-1, die Red.) schon seit einer Weile im Kopf. Mit dem Experiment bin ich zufrieden, mit dem Resultat nicht», kommentierte der Coach. Die taktische Umstellung habe sich gelohnt. «Es kann eine gute Variante B sein, irgendwann vielleicht sogar eine Variante A.» Auf die Frage, welches denn nun das Petkovic-System sei, sagte der Nationalcoach im Anschluss an die Partie: «Das System, das gewinnt.»

Xherdan Shaqiri erhielt vom Trainer ein Sonderlob: «Wenn er so spielt wie gegen England und gegen Island ist es egal, auf welcher Position er spielt. Ich hoffe, er wird künftig noch lebendiger», lächelte Petkovic.

Das Gegentor ärgert

Auch die Spieler waren – abgesehen vom Gegentor – mit dem Gezeigten zufrieden. Yann Sommer: «Es ist schade. Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt. Wir haben in den ersten 45 Minuten vieles gut gemacht, hätten aber unsere Chancen nutzen sollen. In der zweiten Halbzeit hat England dann mehr gedrückt. Das Gegentor war dann aber unglücklich.»

Mit der Umsetzung des neuen Spielsystems (3-5-1-1) war der Torhüter hingegen sehr zufrieden: «Wir haben uns gut bewegt. Für England war es schwierig. Wir hatten immer Anspielstationen.» Man gehe mit einem guten Gefühl aus dem zehntägigen Camp. «Schade, dass wir uns nicht belohnt haben für eine sehr gute Halbzeit.»

Denis Zakaria sah es ähnlich wie sein Teamkollege bei Borussia Mönchengladbach: «Es war ein guter Test. Leider haben wir ein dummes Tor bekommen.» Mit seiner eigenen Leistung war der Mittelfeldspieler zufrieden. Und zum gegen England neu formierten Mittelfeld mit Granit Xhaka und Remo Freuler meinte der 21-Jährige: «Wir verfügen über sehr viel Qualität – in der gesamten Nationalmannschaft.»

Southgate: «Es war nicht einfach»

Gareth Southgate zeigte sich in seiner Beurteilung des Spiels kritisch. Die ersten 45 Minuten seien teilweise frustrierend verlaufen. Sie hätten sich zu viele billige Ballverluste geleistet. Aber ganz überraschend seien die Startprobleme für ihn nicht gewesen: «Mehrere spielten ihr erstes Spiel von Beginn weg in dieser Saison.» Mit Fortdauer sei es besser gelungen, die Kreise von Xhaka und Shaqiri einzuengen. «Aber es war nicht einfach gegen die Schweiz.» (red/sda)

Erstellt: 11.09.2018, 23:27 Uhr

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