«Wir holen nicht drei Spieler, damit wir drei mehr haben»

FCB-Sportdirektor Marco Streller zieht nach der Vorrunde Bilanz und blickt bereits in Richtung Rückrunde.

Marco Streller hat sich in den letzten Wochen sehr aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Gestern trat er vor die Presse.

Marco Streller hat sich in den letzten Wochen sehr aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Gestern trat er vor die Presse. Bild: Bildarchiv

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In den letzten Wochen hat sich Marco Streller spürbar zurückgezogen. Der Sportdirektor äusserte sich weder zu den sportlichen Ergebnissen des FC Basel noch zu den internen Gesprächen zwischen Spielern und Staff sowie den Gerüchten um die Zukunft von Marcel Koller. Gestern trat der 37-Jährige nach längerer Zeit wieder vor die Presse und sprach über …

… die Hinrunde: «Wir haben Höhen, aber natürlich auch Tiefen erlebt. Über die Tiefen ist ja schon viel geschrieben worden und es ist Fakt, dass wir 19 Punkten Rückstand nicht zufrieden sein können. Aber es hat trotzdem grosse Freude gemacht, zu sehen, wie die jungen Spieler sich entwickeln. Das ist Eray Cömert, der aus einer schweren Verletzung kommt und mit 20 Jahren die Abwehr führt. Oder Albian Ajeti, der Torschützenkönig geworden ist. Und auch Noah Okafor sowie Yves Kaiser, die in den letzten beiden Partien überzeugt haben. Wir werden den Weg, den wir eingeschlagen habe, weitergehen.»

… Transfers in der Winterpause: «Es wird am 3. Januar alleine darum eine andere Mannschaft auf dem Trainingsplatz stehen, weil dann die Verletzten wieder dabei sind. Sonst ist es noch zu früh, um zu sagen, ob es Veränderungen geben wird. Es ist wichtig, dass wir nicht in Aktionismus verfallen: Wir holen nicht einfach drei Spieler, damit wir drei mehr haben. Zu- und Abgänge sind nie ausgeschlossen. Und klar ist auch, dass wir im Herbst nicht europäisch vertreten waren. Es ist nicht so, dass wir 20 Angebote für unsere Spieler auf dem Tisch liegen haben.»

… die langfristige Kaderplanung: «Wir müssen uns natürlich auch Gedanken machen, was im Sommer, in einem Jahr ist oder in anderthalb Jahren ist. Im Winter ist es nicht einfach. Andererseits ist es auch so, dass Spieler aus anderen Ländern mehr Zeit brauchen, um sich zu integrieren und einzuleben.»

… die Qualität des Kaders: «Das Team ist sicher besser, als es in der Tabelle dasteht. Wir trauen dem Team zu, dass es den zweiten Platz halten kann und auch im Cup Erfolg hat. Wichtig ist, dass wir den Aufwärtstrend der letzten Spiele fortsetzen. Ich weiss, wie schwer ein Spiel in Sion zum Abschluss ist – das Team hat das super gemacht. Ich bin mir sicher, dass die Spieler im Januar voll motiviert zurückkehren.»

… die Ziele in der Rückrunde: «Wir müssen realistisch bleiben: Der Rückstand in der Liga ist mit 19 Punkten zu gross. Aber wir sind im Cup noch dabei. Unser Ziel in der Liga ist klar: Den zweiten Platz würden wie gerne behalten.»

… die Bedeutung des internationalen Wettbewerbs: «Uns bietet das internationale Geschäft eine wichtige Plattform. Wie genau die Teilnahme sich in den Finanzen niederschlägt, kann ich nicht sagen. Aber klar: Nur mit dem TV-Geld aus der Schweiz kann man einen Verein wie den FC Basel nicht finanzieren. Darum sind wir auch den internationalen Wettbewerb angewiesen.»

… die Zusammenarbeit mit Marcel Koller: «Wir haben in den vergangenen Wochen sehr viel miteinander geredet. Marcel Koller ist schon sehr lange im Geschäft. Es gibt vieles, was ich von ihm lernen kann und es gibt sicher auch ein paar Dinge, die er von mir lernen kann – obwohl ich ein, zwei Jahre jünger bin. Es war nicht immer ganz einfach in einer Situation, als wir schon mitten in der Saison waren. Aber wir sehen den Fussball ähnlich und haben einen sehr guten Draht zueinander gefunden.»

… die Zukunft von Valentin Stocker und Zdravko Kuzmanovic: «Valentin und Zdravko sind Spieler des FCB. Bei Zdravko hat man zuletzt gesehen, wie viel Ruhe er in unsere junge Mannschaft gebracht hat und wie er sie führen kann. Im Fall von Valentin ist es sicher so, dass er im letzten halben Jahr viel Pech hatte mit seinen Verletzungen.»

… die zahlreichen Verletzungen: «Es ist nicht die Normalität, dass wir so viele Verletzungen hatten. Wir vertrauen den Experten in diesem Gebiet. Aber wir werden auch das genau anschauen.» (Basler Zeitung)

Erstellt: 19.12.2018, 17:50 Uhr

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