Xhaka gibt die Captainbinde zurück

Gladbachs Mittelfeldstratege Granit Xhaka wird mit Topclubs in Verbindung gebracht. Plant er bereits seinen Abgang, wie Aussagen seines Vaters vermuten lassen?

Granit Xhaka legte sich als Captain auch mit den Schiedsrichtern an.

Granit Xhaka legte sich als Captain auch mit den Schiedsrichtern an. Bild: Keystone

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Granit Xhaka, dessen Vertrag bei Borussia Mönchengladbach noch bis 2019 läuft, ist dank seiner hervorragenden Leistungen ein gefragter Mann und wird mit einigen europäischen Topclubs in Verbindung gebracht. In den Spekulationen tauchten unter anderen auch schon die Bayern und Liverpool auf. Laut «Daily Star» ist der FC Arsenal jetzt offenbar bereit, 49 Millionen Euro in den 23-jährigen Schweizer Nationalspieler zu investieren.

Wie der «Guardian» berichtet, lässt Xhakas Berater, dessen Vater Ragip, so ziemlich alles offen. «Mal schauen, was passiert. Ich kann aber bestätigen, dass mehrere grosse Clubs Interesse an Granit haben. Alles ist möglich, wir schliessen jetzt nichts aus.»

Festgesetzte Ausstiegsklausel greift nur bis 2017

Plant die Xhaka-Familie tatsächlich den Abgang des Mittelfeldstrategen? Ein Indiz dafür könnte möglicherweise sein, dass der Schweizer Nationalspieler in Gladbach nun freiwillig seine Captainbinde zurückgibt. Diese soll Martin Stranzl wieder übernehmen. Der 35-jährige österreichische Nationalspieler, der für sein Land bisher 56 Länderspiele bestritten hat, ist nach einem Augenhöhlenbruch wieder ins Training eingestiegen und will am 23. Januar beim Rückrundenstart gegen Dortmund sein Comeback geben.

Während Stranzls verletzungsbedingter Abwesenheit hatte Gladbachs neuer Coach André Schubert, Nachfolger des zurückgetretenen Lucien Favre, Xhaka zum Captain befördert. Doch der Basler will die Binde jetzt wieder seinem Vorgänger überlassen, wie er der «Bild»-Zeitung bestätigt. «Nachdem Martin verletzt war, hat mir Trainer André Schubert gesagt, dass ich sein Kapitän bin. Aber aus Respekt vor Martin gebe ich die Binde wieder ab.»

Wenn die Millionengehälter der Premier League locken

Xhaka versichert, dass sich bei ihm dadurch nichts verändern würde. «Ob ich jetzt als Kapitän auflaufe oder nicht – es ändert sich bei mir überhaupt nichts. Ich bin, solange ich das darf, stolz darauf, die Binde für die Mannschaft zu tragen. Das wird so bleiben.»

Bis zu seinem Abgang? Gemäss «Sport Bild» hat Xhaka in seinem Vertrag offenbar eine Ausstiegsklausel, die allerdings erst ab Sommer 2017 Gültigkeit hat. Ende dieser Saison und auch jetzt könne Gladbach noch wesentlich mehr Geld für Xhaka lösen als die festgeschriebene Summe von 25 Millionen, wie das Blatt berichtet. Es deutet vieles auf einen schnellen Abgang Xhakas in Gladbach hin.

Nicht zuletzt, weil die Spieler in der englischen Premier League wesentlich mehr verdienen können als in anderen Ligen. Xherdan Shaqiri, Xhakas ehemaliger Teamkollege beim FC Basel, kassiert bei Stoke City gemäss «Guardian» umgerechnet sage und schreibe 100'000 Franken. In der Woche, so nebenbei. (tn)

Erstellt: 11.01.2016, 10:55 Uhr

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