FCB gewinnt in Arnheim in letzter Minute

Das späte Tor gegen Vitesse lässt den FC Basel nun gelassen auf das Rückspiel schauen.

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Den einzigen Treffer schoss nach 93 Minuten ausgerechnet der niederländische Offensivspieler Ricky van Wolfswinkel, der vor seinem Wechsel zu Basel im Sommer 2017 in Arnheim gespielt hatte. Es verwunderte nicht, dass van Wolfswinkel nach dem wichtigen Torerfolg - er traf mit einem satten Schuss unter die Latte - nicht jubelte. Aus Respekt vor den Zuschauern, die vorher «seine» Zuschauer gewesen waren. Der brillante Steilpass auf den Niederländer kam von Luca Zuffi, den Trainer Marcel Koller wie schon im Match gegen GC mit einer offensiven Rolle hinter der einzigen Spitze Albian Ajeti betraut hatte.

Die Basler zeigten im Vergleich zu den missratenen Champions-League-Qualifikationsspielen gegen PAOK Saloniki eine unübersehbare Steigerung. Sie erarbeiteten sich vier sehr gute Chancen, sodass das erhoffte Tor im Auswärtsspiel zuletzt verdient war. Ganz überzeugend war die Gesamtleistung dennoch nicht. Im Rückspiel vom kommenden Donnerstag dürfen sich die Basler kein Nachlassen erlauben.

Omlin verhindert Fehlstart

Dieser Tage haben die Basler ihrem neuen Goalie Jonas Omlin vieles zu verdanken. Beim 4:2-Heimsieg gegen die Grasshoppers zeigte sich der Luzerner nicht nur mit der Abwehr zweier gut getretener Penaltys in der Schlussphase. In Arnheim hätte der FCB ohne Omlins aussergewöhnliche Paraden früh im Match 0:2 in Rückstand geraten können, bevor er ins Spiel fand.

Gerade die erste Halbzeit zeigte, dass der FC Basel immer noch ein Patient ist und dass Marcel Koller in den nächsten Wochen vieles wird verbessern müssen. In den ersten 25 Minuten wirkten die Basler trotz des für die Moral guten Sieges gegen GC fahrig und verunsichert. In der Defensive begingen sie zwei, drei haarsträubende Fehler, die die Niederländer hätten nutzen müssen. Aber deren Fähigkeiten sind auch nicht überragend. Es sind die Fähigkeiten, die man vom Sechsten der letzten niederländischen Meisterschaft erwarten kann.

Starker FCB nach der Pause

Die Basler, ohne den verletzten Geoffroy Serey Die und nach wie vor ohne den rekonvaleszenten Taulant Xhaka angetreten, gaben jedoch auch Positives von sich. Dazu gehört, dass sie ab etwa der 25. Minute den Tritt fanden und der Rolle des Favoriten mit mehr Spielanteilen gerecht wurden. Bis zuletzt hielten sie sie Kontrolle über den Match. Nach der Pause musste Omlin nicht mehr ernsthaft eingreifen. Valentin Stocker kurz vor der Pause und vorher der allein vor dem Tor auf die Seite abgedrängte Goalgetter Albian Ajeti hätten bei den besten Basler Chancen die Führung erzielen können. Nach einer Runde hatte van Wolfswinkel seine erste gute Möglichkeit.

Der dänische Verteidiger Rasmus Thelander, der letzte Saison für den FC Zürich gespielt hatte, blieb bei Vitesse auf der Ersatzbank.

Vitesse Arnhem - Basel 0:1 (0:0)
14'000 Zuschauer. - SR Popov (BUL).
Tor: 93. van Wolfswinkel (Zuffi) 0:1.
Vitesse Arnhem: Eduardo; Karawajew, van der Werff, Clarke-Stalter, Büttner (87. Clark); Serero, Bruns (70. Gong), Foor; Linssen, Matavz, Beerens.
Basel: Omlin; Widmer, Suchy, Cümart, Petretta; Frei, Balanta; van Wolfswinkel, Zuffi, Stocker (79. Bua); Ajeti (92. Oberlin).
Bemerkungen: Vitesse Arnhem komplett. Basel ohne Serey Die, Xhaka und Kuzmanovic (alle verletzt).
Verwarnungen: 60. van Wolfswinkel (Foul), 65. Karawajew (Foul), 73. Gong (Foul), 84. van der Werff (Foul), 84. Widmer (Reklamieren). (sda)

Erstellt: 09.08.2018, 19:47 Uhr

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