Der nächste Basler Tiefpunkt

Bei der 2:4-Niederlage in Thun – nach einer 2:0-Führung – präsentierte sich der FC Basel in der zweiten Hälfte desolat.

Kurz vor der Pause gelingt dem FC Thun der Anschluss zum 1:2 – nach der Halbzeit drehen die Berner Oberländer das Spiel dann komplett.

Kurz vor der Pause gelingt dem FC Thun der Anschluss zum 1:2 – nach der Halbzeit drehen die Berner Oberländer das Spiel dann komplett. Bild: Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Nach dem Spiel kochten die Emotionen hoch. Die Spieler des FC Basel hauten in den Katakomben mit Fäusten und Schuhen gegen Türen und Wände, während aus der Thuner Kabine lauter Jubel und Sieggesänge zu vernehmen war. Die Berner Oberländer feierten ihren ersten Sieg gegen den FCB seit November 2012.

Das ist verwunderlich, vor allem nach dieser ersten Halbzeit. Die Thuner brachten nichts auf die Reihe, die Gäste führten nach Toren von Ricky van Wolfswinkel und Albian Ajeti scheinbar locker 2:0. Zum allem Ärger verschoss Marvin Spielmann noch einen Foulpenalty, er scheiterte an FCB-Keeper Jonas Omlin (26.). Sekunden vor dem Pausenpfiff verkürzte Basil Stillhart dann aber doch noch zum 1:2.

«Rumgelaufen wie Schulbuben»

Dieses Tor brachte die Basler völlig aus dem Konzept, und sie hatten etwas Pech: Schiedsrichter Klossner aberkannte ein klares Eigentor von Faivre (48.). Doch danach spielten nur noch die Thuner. Und sie schossen Tore: Sorgic (54./Handspenalty), Tosetti und nochmals Sorgic machten aus dem 1:2 ein 4:2. Die über 7000 Zuschauer tanzten vor Freude, und die Basler müssen sich fragen, wie sie einen Match derart aus der Hand geben konnten. Jonas Omlin sagte: «Wir sind nach der Pause rumgelaufen wie Schulbuben.» Dass der Goalie erstmals für die Schweizer Nationalelf aufgeboten worden ist, ist momentan nur ein schwacher Trost.

Es war die erste Basler Niederlage seit dem denkwürdigen 1:7-Debakel gegen YB am 23. September. Die Aufholjagd auf die Berner ist damit wieder brüsk gestoppt worden, die Basler haben nur einmal mehr bewiesen, was sie haben: Eine Mannschaft, die in Sachen Klasse und Konstanz weit davon entfernt ist, Meister zu werden.

Die Berner werden sich freuen, einmal mehr. (Basler Zeitung)

Erstellt: 10.11.2018, 21:35 Uhr

Artikel zum Thema

Kein Mann für die Quote

Wer ist Thomas Janeschitz, der Mann, der FCB-Cheftrainer Marcel Koller in Thun ersetzt? Mehr...

Marcel Koller schneidet am besten ab

Die Umfrage der BaZ zeigt: Die Fans haben wenig Vertrauen in die FCB-Führung. Mehr...

Kommentare

Blogs

Tingler Alles auf Zeit
History Reloaded Der Zwingli des Islam

Service

Agenda

Alle Events im Überblick.

Die Welt in Bildern

Wiederspiegelt die Gesellschaft: Ein Fahrradfahrer fährt im Lodhi Art District von Neu Dehli an einem Wandbild vorbei. (24. März 2019)
(Bild: Sajjad HUSSAIN) Mehr...