Fischer muss lernen – schnell

Urs Fischer ist kein Trainer, der für den FC Basel die Sterne vom Himmel holt.

Willig, bienenfleissig – aber eben auch berechenbar. Sein Team ist ein Abbild des Chefs.

Willig, bienenfleissig – aber eben auch berechenbar. Sein Team ist ein Abbild des Chefs. Bild: Georgios Kefalas/Keystone

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Ein halbwegs versöhnlicher Abschluss dieser so enttäuschenden Champions-­League-Kampagne hätte es werden sollen für Rot-Blau, eine schmerzhafte Lehrstunde mit herrlichen Toren für Arsenal wurde es. Erstmals seit sieben Jahren überwintert der FC Basel nicht europäisch. Damit hat er eines seiner Saisonziele verpasst, und zwar deutlich. Das bedeutet: erheblich weniger Koeffizienten-Punkte für die Schweiz im Uefa-Ranking, was im Kampf um die Nationenränge Nachteile bringen wird. Es bedeutet auch: Das aufgeblähte 27-Mann-Kader muss in der Winterpause verkleinert werden. Sonst droht Unruhe unter den vielen Reservisten. Das Scheitern in der Königsklasse erhöht den Druck auf Urs Fischer. Der Eindruck verfestigt sich: Der einstige Innenverteidiger ist kein Trainer, der für den FC Basel die Sterne vom Himmel holt.

Seine von Vorsicht geprägte Ausrichtung reicht zwar, um den FCB in der Super League souverän zum Titel zu führen. Doch gerade in einer Champions League, wo ein Aussenseiter nur mit Teamwork, Begeisterung und Leidenschaft bestehen kann, muss ein Trainer auch einmal Mut zeigen und im taktischen oder personellen Bereich etwas riskieren. Das hat Fischer verpasst.

Sein Team ist ein Abbild des Chefs. Willig, bienenfleissig – aber eben auch berechenbar, ohne das gewisse Extra. In vorangegangenen Jahren waren Persönlichkeiten auszumachen, die auf dem Platz auch einmal die Taktik änderten und ein Spiel auf Teufel komm raus umbogen. Bei Fischer wirkte es zuletzt wie Dienst nach Vorschrift. Was das bedeutet? Nur wenn er schnell dazulernt, hat er Chancen, über den Sommer 2017 hinaus Trainer beim FCB zu bleiben. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 07.12.2016, 07:29 Uhr

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