Fussballer verschwinden plötzlich und Bälle tauchen auf

Optische Täuschungen auf und neben dem Rasen sind meist dem Zufall geschuldet. So können sie sich ereignen.

Das grenzt an Zauberei: Xherdan Shaqiri löst sich nach einer Umarmung mit Liverpool-Coach Jürgen Klopp in Luft auf. (Video: Twitter)

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Das Video des zaubernden Liverpool-Coachs Jürgen Klopp, der den Schweizer Nationalspieler Xherdan Shaqiri verschwinden lässt, geht aktuell viral. Viele Fans fragen sich, wie denn diese optische Täuschung möglich ist. Einige witzeln, das sei Zauberei, Klopp habe magische Kräfte, Shaqiri sei in seiner Jacke verschwunden. Realistisch gesehen ist es dem Zufall geschuldet. Dies ist möglich, da Shaqiri kleiner ist als Klopp und weil das Video genau im richtigen Moment endet.

Würde es weiterlaufen, würde Shaqiri wohl hinter Klopp wieder auftauchen. Möglicherweise hat er sich, als er hinter dem Deutschen verschwand, gerade gebückt. Oder er läuft in dieselbe Richtung wie sein Trainer. Auflösen könnte das Rätsel ein Video, das entweder aus einer anderen Perspektive aufgenommen wurde oder das länger weiterläuft und die Bewegung Shaqiris weiterverfolgt. Ein solches Video ist im Netz bisher nicht aufgetaucht.

Ach ja, nach mehrmaligem Hinsehen fällt zudem auf, dass statt Shaqiri plötzlich Fabinho an seiner Stelle auftaucht. Auch der Brasilianer scheint sich hinter Klopp positioniert zu haben.

Wie von Zauberhand

Eine solche optische Täuschung hat es auf Fussballplätzen nicht zum ersten Mal gegeben. Wir haben uns auf die Suche gemacht und einige weitere Beispiele zusammengetragen:

Hier die Erklärungen: Der Holländer Georginio Wijnaldum, an dessen Fuss plötzlich ein Ball auftaucht, ist kein Zauberer. Sein Nationalmannschaftskollege, der vor ihm durchläuft, deckt den Ball ab, der just in diesem Moment zu Wijnaldum gepasst wird – also ganz nach dem Motto: zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Sieht man sich die Szene mehrmals an, ist der Ball kurz zu entdecken.

Der Ivorer Gervinho sitzt anlässlich des Afrika-Cups 2015 auf der Ersatzbank und macht genau dann eine Bewegung mit seinen Händen, als der TV-Regisseur das Logo des Turniers einspielt. Auch hier ein Zufall.

Genauso wie beim damaligen Liverpool-Trainer Rafael Benítez. Als der Spanier im Merseyside-Derby gegen Everton an der Seitenlinie gestikulierte, wurde im perfekten Moment sein Name eingeblendet. So wurde Benítez bei den Red-Fans nicht nur wegen seiner Leistungen – mit ihm gewann Liverpool 2005 die Champions League und 2006 den FA-Cup – zum Magier.

Tim Sherwood war bei seinem magischen Verschwinden Trainer von Aston Villa, das gerade eine Partie gegen Leicester verloren hatte. Der Brite konnte sich dank einer anderen Person, die rechtzeitig durch das TV-Bild lief, einfach aus dem Staub machen.

Zu guter Letzt zauberte ein Magier Santi Cazorla, den Neuzugang des FC Villarreal, ins Stadion. Genauer können wir das leider auch nicht erklären, Entschuldigung. (hua)

Erstellt: 10.01.2019, 09:32 Uhr

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