Markenrechte gewahrt, Sympathien verspielt

Arsenal London verbietet einem Bewunderer, seinen Futsalclub weiter Arsenal Berlin zu nennen. Eine Posse mit zwei Verlierern.

Sie dürfen sich nicht mehr Arsenal nennen: Die Futsalspieler aus Berlin laufen in dieser Saison unter neuem Namen auf. (Bild: Facebook)

Sie dürfen sich nicht mehr Arsenal nennen: Die Futsalspieler aus Berlin laufen in dieser Saison unter neuem Namen auf. (Bild: Facebook)

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Der FC Arsenal war immer etwas ganz Besonderes für Jörg Meinhardt, der Club seines Herzens. Erst recht nach einem Besuch in London, in dessen Rahmen ihm ein Angestellter der Gunners spontan eine private Stadionführung gegeben hatte. Da war es nur logisch, dass Meinhardt seinen Futsalverein Arsenal Berlin nannte.

Doch was als Ehrerbietung gemeint war, stiess nicht auf Gegenliebe. Anfang 2016, knapp fünf Jahre nach der Gründung und vier Jahre nach der Patentierung von Logo und Namen in Deutschland, erhielt Arsenal Berlin Post. Absender: eine von Arsenal London beauftragte Hamburger Rechtsanwaltskanzlei. Die Berliner sollten sich wegen Verwechslungsgefahr umbenennen, der Name Arsenal gehöre dem Premier-League-Club.

Auf den von Meinhardt angestrebten Kompromiss gehen die Arsenal-Vertreter nicht ein, stattdessen setzten sie die Namens- und Logoänderung bei den Berlinern durch. Die heissen nun Berlin City Futsal und wundern sich, dass der Goliath aus England seine Marke durch den 24 Mitglieder zählenden David gefährdet sah. Vereinspräsident Meinhardt findet das Verhalten des grossen FC Arsenal unverhältnismässig. «Wir haben uns damals Arsenal genannt, weil wir den FC Arsenal toll finden. Ich hätte nicht gedacht, dass das so ein Bumerang wird», zitiert ihn das Magazin «Sport-Bild».

Arsenal London hat noch weitere Streitigkeiten am Laufen. Unter anderem mit dem Rugbyclub SA XV Charente. Dessen Logo beinhaltet ebenfalls eine Kanone. Bislang hat der französische Zweitligist nicht nachgegeben, so wie sich Astérix und seine Gallier von den Römern nicht in die Knie zwingen liessen.

Ein kleiner Rest Arsenal ist bei Berlin City Futsal übrigens geblieben. Die Website heisst noch immer www.arsenal-berlin.com. Mal sehen, wie lange noch. (ak)

Erstellt: 07.04.2017, 16:12 Uhr

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