Mourinho ist sich für gar nichts mehr zu schade

Für den Manchester-United-Trainer war die Europa League lange ein Gräuel. Wie er einst über diesen Wettbewerb herzog, der ihn vor einer weiteren Blamage retten soll.

Sinneswandel: José Mourinho ist zum Umdenken gezwungen.

Sinneswandel: José Mourinho ist zum Umdenken gezwungen. Bild: Keystone

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Beim englischen Rekordmeister Manchester United zählen nur Titel – und die Teilnahme an der Champions League ist sowieso eine Selbstverständlichkeit. José Mourinho, seit Saisonbeginn Cheftrainer im Old Trafford, drohen jedoch sämtliche Felle davonzuschwimmen. Es wäre ein weiteres grosses Scheitern jenes Mannes, der in der vergangenen Spielzeit bei Chelsea wegen Erfolglosigkeit vorzeitig entlassen worden war.

Mourinho, der streitbare Portugiese, kann sich nämlich nur noch am kommenden Mittwoch mit einem Sieg im Endspiel der Europa League gegen Ajax Amsterdam in Stockholm vor einer weiteren Blamage retten. Denn nur dann wäre er mit seinem Team sogar direkt für die lukrative Champions League qualifiziert. In der Premier League ist der Zug für die Königsklasse nämlich abgefahren.

«Ich will die Europa League nicht gewinnen»

Für Mourinho, der mit Porto und Inter Mailand die Champions League gewonnen hat, war die Europa League einst ein Gräuel. Als Mourinho 2013 als Trainer von Chelsea vorgestellt wurde, zog er bei der Definition seiner Ziele noch despektierlich über die Europa League her. «Ich will die Europa League nicht gewinnen. Das wäre eine Enttäuschung. Meine Spieler sollen nicht das Gefühl bekommen, dass das unser Wettbewerb ist», sagte er in seiner bekannt arroganten Art.

Auch seit seinem Engagement bei Manchester United betonte der Portugiese stets, dass die Europa League unwürdig sei für einen Club wie United. Seine Spieler würden in diesem Wettbewerb nur unnötige Kräfte verpuffen. Bei Mourinho ist inzwischen die Arroganz der Demut gewichen. «Es wäre sehr wichtig für den Club und auch für die Spieler, wenn wir diesen Titel gewinnen würden», erklärt Mourinho sein Umdenken. Am Mittwoch geht es in Stockholm im Final der Europa League gegen Ajax auch um sein Ego. (tn)

Erstellt: 19.05.2017, 12:29 Uhr

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