«Zwei plus eins»: Urs Fischer und der neue Vertrag

Wie geht es weiter mit dem Trainer des FCB? Über die Zukunft darf spekuliert werden.

Glücklich in Basel. Urs Fischer ist seit Juni 2015 Trainer des FCB. Wie lange bleibt der Zürcher?

Glücklich in Basel. Urs Fischer ist seit Juni 2015 Trainer des FCB. Wie lange bleibt der Zürcher? Bild: Keystone

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Im Sommer 2015 ernannte die FCB-Clubspitze Urs Fischer (50) als Nachfolger von Paulo Sousa. Damit hatten die Basler den Gegenentwurf zum unnahbaren Portugiesen, den es nach Florenz zog: Fischer ist bodenständig und volksnah, ein Büezer, der beim FC Zürich und in Thun hervorragend gearbeitet hatte.

In seinem ersten Jahr schaffte der ehemalige Klasse-Verteidiger, was alle seine Vorgänger seit 2009 reihenweise hinbekommen hatten, er führte den FC Basel zum Titel, dem 19. seiner Geschichte. Nach einer phasenweise harzigen Vorrunde trumpfte der FCB vor allem im Frühling 2016 gross auf, er gewann die Spiele überzeugend. In der Europa League stiess Rotblau bis in die Achtel­finals vor, dort blieb man am späteren Gewinner Sevilla hängen.

In dieser Saison ist der FCB in seinem Kerngeschäft, der Super League, punktemässig erneut glanzvoll aus den Startlöchern gekommen. Aus den ersten zehn Spielen resultierten neun Siege und ein Unentschieden. Die zweitplatzierten Lausanner haben bereits elf Zähler Rückstand.

Gespräche wohl im Winter

Viel spannender als die laufende Saison ist die Frage nach Fischers Zukunft. Im Juni 2015 unterschrieb er einen Vertrag mit einer Klausel. «Zwei plus eins», sagt der Coach selbst dazu. Der Kontrakt bindet ihn sicher bis 2017, unter «gewissen Umständen» verlängert sich das Arbeitspapier bis 2018. Genaue Angaben wollen beide Seiten nicht machen. «Wir sprechen nicht über Vertragsinhalte», sagt FCB-Sport­direktor Georg Heitz.

Zu vermuten ist: Führt Fischer die Basler erneut zum Meistertitel, verlängert sich sein Vertrag automatisch um ein Jahr. Doch so lange will keine der Parteien mit den Gesprächen zuwarten. Deshalb ist davon auszugehen, dass die Clubleitung in der Winterpause das Gespräch suchen wird. Will Fischer beim FCB bleiben? «Vorstellen kann ich mir vieles», wiegelt er ab. Und fügt an: «Sollten Präsident Bernhard Heusler und Georg Heitz zum Schluss kommen, dass ich nicht mehr der richtige Mann bin, würden wir eine Lösung finden. So ehrlich sind wir miteinander.»

Für die Super League ist Fischer zweifellos ein hervorragender FCB-Trainer, vermutlich der beste seit Christian Gross. Fischer kennt die Liga und arbeitet akribisch. Er würde nie einen Gegner unterschätzen. Doch im europäischen Geschäft, vor allem in der Champions League, traut man ihm den gros­sen Wurf einfach nicht zu.

Aus taktischer Sicht wirkt Fischer nicht so mutig wie seine Vorgänger, im Zweifelsfall wählt er stets die sichere Variante. Dank ihrer individuellen Klasse im edel besetzten Kader gewinnen die Basler in der Liga dennoch fast alle Spiele. In der Königsklasse jedoch hat Fischer bislang enttäuscht. Nun bietet sich ihm die nächste grosse Chance, Eigenwerbung zu betreiben – in der Champions League gehts zweimal gegen das grosse Paris Saint-Germain. (Basler Zeitung)

Erstellt: 14.10.2016, 07:54 Uhr

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