«Es ist ein wunderbares Gefühl»

Nino Niederreiter sorgt in der National Hockey League schon früh für Furore. Der Churer Rookie erzielte sein erstes Tor in der Regular Season – und freute sich riesig.

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Zwar verloren die New York Islanders bei den Washington Capitals mit 1:2, der Abend wird bei Niederreiter dennoch einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Der 18-jährige Stürmer aus Chur schoss nach 3:14 Minuten wie ein gewiefter «Sniper» das 1:0 für die Gäste nach Vorarbeit von Routinier Doug Weight und dem Österreicher Michael Grabner. Der Schweizer erhielt infolge den Puck, den er ins Goal befördert hatte, als Geschenk. Niemand geringerer als Haudegen Weight überbrachte das Arbeitsgerät dem jüngsten Torschützen der Islanders aller Zeiten. Die «Caps» sorgten schliesslich für die Wende, der russische Star Alexander Owetschkin (39.) sowie der Schwede Nicklas Backström (57.) trafen zum 2:1-Erfolg Washingtons.

Nach dem Spiel in der amerikanischen Hauptstadt bedauerte der einsatzfreudige Niederreiter zwar die Niederlage, freute sich aber über seine Goal-Premiere in der besten Liga der Welt. «Das Schlussresultat war nicht so gut, aber als Mannschaft machten wir einen sehr guten Job», erklärte «El Niño» den Journalisten. «Wir waren bis zum Schlussdrittel auf der Siegesstrasse, aber am Schluss hat es nicht geklappt.» Auf seinen ersten Treffer in der Regular Season angesprochen, meinte der Teenager aus dem Kanton Graubünden ehrlich: «Offensichtlich ist das ein wunderbares Gefühl, wenn man das erste NHL-Tor erzielt.»

In Portland schaut man genau hin

Über die Entwicklung des Rookies hält auch die «Portland Tribune» ein wachsames Auge. Denn sollten die Verantwortlichen der Islanders nach neun Spielen entscheiden, dass sie den Schweizer Powerflügel wieder in die Juniorenliga schicken, würde Niederreiter wie schon im vergangenen Winter zu den Portland Winterhawks, die in der Western Hockey League engagiert sind, zurückkehren.

Im Moment sieht es nicht so aus, dass das Schweizer Eishockey-Talent von Long Island in die Stadt im Bundesstaat Oregon wechseln müsste. Nur: Das Leben in der NHL ist schnelllebig, die Situation kann für einen Spieler von einem Moment auf den andern ändern. Wenn sich Niederreiter dessen bewusst ist und Rückschläge mental verkraften kann, wird seine Karriere auch bei einem allfälligen Transfer in die Juniorenliga keinen gravierenden Knacks erhalten. Auch der Zuger NHL-Verteidiger Luca Sbisa wurde in der letzten Saison trotz ermutigenden Auftritten bei den Anaheim Ducks zurückgestuft. Sbisa hat diese sportliche Enttäuschung letztlich verkraften können. Zeit heilt Wunden im nordamerikanischen Sport, das gilt vor allem für ein Talent wie Niederreiter. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 14.10.2010, 10:17 Uhr

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