«Für uns Spieler war Gaydoul ein guter Präsident»

Was Captain Victor Stancescu zum überraschenden Besitzerwechsel bei den Kloten Flyers sagt.

Für Victor Stancescu (30) sind die Kloten Flyers eine Herzensangelegenheit.

Für Victor Stancescu (30) sind die Kloten Flyers eine Herzensangelegenheit. Bild: Keystone

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Vor zwei Wochen stiegen die Spieler der Kloten Flyers in die Vorbereitung für die nächste Saison ein. Gestern Morgen nun wurden sie mitten in ihrem Formaufbau überrumpelt. Man informierte sie über den Besitzerwechsel: Für Mehrheitsaktionär Philippe Gaydoul übernimmt die kanadische Investorengruppe Avenir Sports Entertainment (ASE).

Der Ur-Klotener und Captain Victor Stancescu erlebt damit bereits den vierten Besitzer im Dorfclub. Er sagt: «Der Entscheid kam überraschend. Ich brauchte einen Tag, um ihn zu verdauen.» Der 30-Jährige bedauert den Abgang Gaydouls: «Wir sind ihm sehr dankbar. Er hat den Club gerettet und drei Jahre lang unsere Existenz gesichert. Vielerorts wurde er kritisiert. Aber für uns Spieler war er ein guter Präsident. Es ist schade, dass er geht. Aber es ist sein gutes Recht. Und ich bin froh, dass er zumindest im Verwaltungsrat bleibt.»

Über die neue Clubleitung um ASE-Chef Bill Gallacher sagt Stancescu: «Wir kennen sie halt noch nicht, das Gebilde muss zuerst zusammenwachsen, Vertrauen entstehen.» So war ihm die Aktion wichtig, dass das neue Führungsquartett in die Garderobe stand und sich der Mannschaft persönlich vorstellte. Er sagt: «Ich stehe diesen Leuten sehr positiv gegenüber. Wichtig für uns ist, dass die Organisation stabilisiert wird. Dass wir nachhaltig arbeiten. Und dass wir uns sportlich nächste Saison rehabilitieren können.»

Chance, aber auch Fragezeichen

Die ASE-Investoren hätten auf ihn einen höchst professionellen Eindruck gemacht. «Es gibt einige positive Signale», sagt er. «Sie sind zwar noch nicht mit der Schweizer Eishockeykultur vertraut, aber sie sind Geschäftsleute aus dem Eishockey, die sowohl Know-how als auch Leidenschaft mitbringen und sehr ambitioniert sind. Und sie stammen aus Kanada, wo Traditionen eine grosse Rolle spielen. Also wird ihnen auch bewusst werden, wie wichtig uns diejenigen in Kloten sind. Ausserdem haben sie betont, dass sie viel Wert auf die Jugendförderung legen.»

Ein Besitzerwechsel sei immer eine Chance. Gleichzeitig sei er auch immer mit Fragezeichen verbunden: Was will die neue Führung im Club verändern? Was bezweckt sie mit ihrer Investition? Und in diesem Fall sei die örtliche Distanz zwischen Club- und Besitzeransässigkeit schon speziell. «Doch es wird sich alles ergeben», glaubt Stancescu. «Ich bin gespannt, wie sich die Zusammenarbeit entwickelt.» (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 30.04.2015, 16:39 Uhr

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