Kloten schon gefährlich nah am Abgrund

Der EHC Kloten braucht ein Wunder, um nicht nach 56 Jahren aus der National League abzusteigen. Die Zürcher gingen in der Ligaqualifikation im zweiten Spiel gegen die Rapperswil-Jona Lakers 0:4 unter.

Die Flieger am Boden: Klotens Schlagenhauf bei der Niederlage in Rapperswil.

Die Flieger am Boden: Klotens Schlagenhauf bei der Niederlage in Rapperswil. Bild: Keystone

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Zwei Haudegen führten die Lakers zum Sieg. Cyrill Geyer brachte Rapperswil nach neun Minuten in Führung. Der 37-jährige Verteidiger steht seit 2002 in Diensten der Lakers, tritt nach der Saison zurück und wechselt als Trainer in die Juniorenabteilung. Die Treffer zum 2:0 und 3:0 erzielte beide Corsin Casutt. Der 33-Jährige ist vor zwei Jahren in Kloten aussortiert worden. Vor sieben Jahren hatte Casutt mit dem EV Zug als bester Playoff-Goalgetter (7 Tore) geglänzt.

Und Kloten? Die erwartete Reaktion erfolgte auch im zweiten Spiel unter André Rötheli nicht. Rötheli stellte die Linien um, nahm Denis Hollenstein (1. Linie) und Vincent Praplan (3. Linie) auseinander, aber alles verpuffte ohne Wirkung. Und das alles hatte auch schon Kevin Schläpfer probiert.

Um nicht abzusteigen, muss Kloten vier der nächsten fünf Spiele gewinnen. Eine derartige Serie gelang den Zürcher Unterländern einzig in der zweiten Oktoberhälfte, als sie innerhalb von fünf Spielen Lugano (3:1), Zug (4:3 n.V.), Fribourg-Gottéron (3:2 n.P.) und Langnau (3:2 n.P.) besiegten. Diese Erfolgssträhne erfolgte unmittelbar nach der Entlassung von Pekka Tirkkonen und dem Engagement des mittlerweile ebenfalls in die Wüste geschickten Kevin Schläpfer.

Der EHC Kloten enttäuschte auch in der Arena am Lido auf der ganzen Linie. Einzig zu Beginn des zweiten Abschnitts gelangen den Gästen vereinzelte Offensivaktionen. Denis Hollenstein (21.) und Tomi Sallinen (23.) verpassten das 1:1. Dann aber leisteten sich die Klotener innerhalb von sechs Sekunden zwei Zweiminutenstrafen, was Corsin Casutt lediglich 22 Sekunden später bei fünf gegen drei mit dem 2:0 der Lakers bestrafte.

Goalie Melvin Nyffeler feierte mit 35 Paraden bereits den 15. Shutout in dieser Saison - inklusive Schweizer Cup. In fünf Pflichtspielen gegen National-League-Teams kassierten die Lakers diese Saison im Schnitt nur 0,8 Gegentore pro Spiel. (sda)

Erstellt: 14.04.2018, 22:38 Uhr

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