So sieht der ZSC-Schwede die Schweizer Chancen

Coach Hans Wallson ist beeindruckt vom Teamwork der Schweizer. Und er sagt, wieso er ihnen den Sieg im Viertelfinal gegen Schweden heute Abend gönnen würde.

Zusammenhalt als Stärke: Die Schweizer brauchen heute gegen Schweden eine geschlossene Teamleistung, wollen sie den Halbfinal erreichen.

Zusammenhalt als Stärke: Die Schweizer brauchen heute gegen Schweden eine geschlossene Teamleistung, wollen sie den Halbfinal erreichen. Bild: Keystone

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Wem drücken Sie heute im Viertelfinal die Daumen: Ihrer Heimat Schweden oder Ihrer Wahlheimat Schweiz?
(lacht) Ich gönne es dem, der besser spielt. Ich bin Schwede, aber inzwischen kenne ich viele Spieler aus dem Schweizer Team. Ich würde es ihnen gönnen, wenn sie gewinnen.

Wie intensiv haben Sie die WM verfolgt?
Ich bin zurzeit in Zürich und habe mir so viele Spiele wie möglich am Fernsehen angeschaut. Die Schweizer haben sehr gut gespielt als Team. Und sie haben Genoni. Das wird nicht einfach für die Schweden.

Hans Wallson, Schwede in Zürcher Diensten. (Bild Keystone)

Trotzdem sind sie klar favorisiert.
Natürlich. Die Schweden haben 19 NHL-Spieler, die Schweizer nur Malgin. Auf dem Papier hat Schweden das bessere Team. Aber die Schweizer spielten bisher besser als Team. Und der Druck lastet auf den Schweden. Sie müssen gewinnen. Die Schweizer können das relaxter angehen. Und sie haben alles, um zu gewinnen. Mich beeindruckt ihr Teamwork. Mit welchem Stolz sie für ihr Land spielen. Wie unglaublich hart sie arbeiten, wie viel sie laufen. Und wie sie Genoni unterstützen. Zudem haben sie vorne ein paar gute Stürmer, die Tore schiessen können. Wie Praplan. Der spielt eine exzellente WM.

Hat Sie sonst jemand besonders überrascht im Schweizer Team?
Nicht wirklich. Ich kenne die Spieler ja, die sind gut. Und wenn Genoni so spielt, gibt das natürlich dem ganzen Team Selbstvertrauen. Überrascht hat mich nur, wie kompakt sie spielen, wie sehr sie sich untereinander unterstützen. Es macht Spass, da zuzusehen. Besonders eindrücklich war, wie das Team gegen Tschechien auftrat. Der Viertelfinal war erreicht, da ist es normal, dass man ein paar Prozent nachlässt. Aber diese Schweizer taten das nicht. Das war ein klares Signal: Sie werden bereit sein im Viertelfinal. Und wenn sie diesen gewinnen, ist alles möglich.

Wie gefallen Ihnen Ihre ZSC-Spieler?
Es war schön zu sehen, dass Schlegel ein Spiel bestreiten durfte. Und dann spielte er auch noch so gut. Schäppi ist extrem solid, auch Suter und Herzog gefallen mir. Und Marti hat zwar nicht viel Eiszeit. Aber wenn er spielt, tut er das, was er tun muss: Er spielt hart und einfach.

Gibt es eine Chance, dass die Schweden die Schweizer unterschätzen?
Ich habe in schwedischen Medien gelesen, dass Carl Klingberg von Zug seine Teamkollegen vor den Schweizern gewarnt hat. Ich glaube nicht, dass sie sie auf die leichte Schulter nehmen. Ich bin eher gespannt, wie die Schweden mit dem Druck umgehen.

Wo schauen Sie das Spiel?
Zu Hause auf dem Sofa. Das wird ein spannender Abend. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 18.05.2017, 15:15 Uhr

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