Wick schiesst den ZSC ins Glück

Die Zürcher gewinnen auch das wilde zweite Finalspiel gegen Lugano, 5:4 in der Overtime.

Der Zürcher Torschütze Roman Wick (l.) lässt sich für seinen «Sonntagsschuss» zum zweiten Final-Sieg feiern.

Der Zürcher Torschütze Roman Wick (l.) lässt sich für seinen «Sonntagsschuss» zum zweiten Final-Sieg feiern. Bild: Keystone

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Die ZSC Lions hingen in dieser Overtime einige Male arg in den ­Seilen, doch mit etwas Glück und der Coolness von Goalie Flüeler kamen sie um das drohende Gegentor herum. Und nach exakt 77 Minuten war es dann Wick, dem mit einem «Sonntagsschuss» ins Lattenkreuz das siegbringende 5:4 gelang. Ausgerechnet er, der sich in diesem Playoff bisher so schwergetan hatte mit dem Toreschiessen. Damit stellten die Zürcher im Final gegen Lugano auf 2:0. Noch zwei Siege fehlen ihnen zum Meistertitel.

War der Finalauftakt in der Resega noch merkwürdig unterkühlt gewesen, bot Spiel 2 fast alles, was sich ein Eishockeyfan wünschen kann. Viel Tempo, Härte, Emotionen und neun Tore. Die ZSC Lions legten zwar los wie erwartet und gingen bereits in der 4. Minute durch Klein in Führung. Doch von Beginn weg war zu sehen, dass die ­Luganesi diesmal bestrebt waren, aktiver und aggressiver zu spielen als beim 0:1 am Donnerstag. Und die Zürcher ­gaben ­ihnen auch schon früh die Gelegenheit, Hoffnung auf eine ausgeglichenere Partie zu schöpfen: So gab ­Guerra den Puck kurz nach dem 1:0 in der Offensivzone preis – und Lapierre bedankte sich mit dem Ausgleich (7.).

Die Tessiner wie verwandelt

Die Lions gingen durch eine ­feine Einzelleistung von Kenins (13.) zwar erneut in Führung, doch sie schafften es nicht, sich abzusetzen. Und im ersten ZSC-Powerplay führte ein Missverständnis zwischen Korpikoski und Pettersson zu einem weiteren Puckverlust und Konter, den Reuille mit dem 2:2 abschloss (15.). So bemüht die ZSC Lions waren, das Tempo hochzuhalten, es schlichen sich bei ihnen immer wieder Fehler ein. Der nächste, als sich Phil Baltisberger zu Beginn des Mitteldrittels den Puck von Lapierre wegspitzeln liess, zur ersten Lugano-Führung in dieser Serie durch Hofmann (21.).

Nervenkrieg auch beim Anhang

Es waren ganz andere Tessiner, die man im Hallenstadion sah, angeführt von einem Lapierre, der nicht nur spielerisch und mit seinem erstaunlichen Speed Akzente setzte, sondern diesmal auch Zeit fand, Privatduelle mit Pettersson und Klein auszutragen. So entwickelte sich eine wilde, schnelle Partie mit vielen Torszenen und Fehlern.

Die Zürcher gingen durch Sutter (29.) und den starken Shore (42.) wieder in Führung. Doch die Bianconeri liessen sich nicht entmutigen, und ­Sannitz (53.) stellte mit dem vierten Überzahltor des Abends auf 4:4. So viel Spannung war für den harten Kern der Anhänger zu viel, es kam kurz zu Scharmützeln, die an die heisse Zeit der ­Duelle dieser Teams zu ­Beginn des Jahrtausends erinnerten. Doch die Sicherheitskräfte sorgten rasch für Ordnung.

Auf dem Eis wogte das Geschehen hin und her. Die ZSC Lions, die in diesem Playoff so lange mit einer eindrücklichen Selbstverständlichkeit gespielt hatten, waren nun etwas gezeichnet. Und 80 Sekunden vor Ablauf der ­normalen Spielzeit bot sich Bertaggia alleine vor Flüeler die Chance zum ­goldenen Tor. Doch der Flügel schoss an den Pfosten. Und so jubelten zuletzt dann doch die ZSC Lions. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 15.04.2018, 00:13 Uhr

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