«Das war eigentlich unser Rezept für den Erfolg»

ZSC-Coach Hans Kossmann erklärt, wieso seine Lions in Spiel 3 gegen Lugano den Kürzeren zogen. Und warum er den zuletzt starken Drew Shore zuschauen liess.

Gutes Zureden nützte nichts mehr: Hans Kossmann hatte diesmal kein gutes Händchen.

Gutes Zureden nützte nichts mehr: Hans Kossmann hatte diesmal kein gutes Händchen. Bild: Keystone

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Wie erklären Sie sich diese 0:3-Niederlage?
Das erste Tor war wegweisend. Nach einer blöden Strafe, die nicht nötig gewesen wäre. Lugano hat sie ausgenützt und mit der Führung Selbstvertrauen getankt. Nachher war es hart umkämpft. Aber die Luganesi waren immer ein bisschen entschlossener und gradliniger.

War Ihr Team am Anfang zu passiv?
Wir hatten sehr gute erste fünf, sechs Minuten. Danach verloren wir zu viele Pucks in unserer Zone, und so nahm Lugano Schwung auf.

Schon in Spiel 2 hatten sich bei Ihrem Team vermehrt Puckverluste eingeschlichen. Was ist der Grund dafür?
Wir müssen einfacher spielen. Lugano hat heute sehr gradlinig gespielt, den Puck tief gebracht und nachgesetzt. Das war bis jetzt eigentlich unser Rezept für den Erfolg. Wir müssen wieder zurück zu unseren Grundlagen finden.

War es diesmal für die Spieler schwierig, die richtigen Emotionen zu finden?
Nein, ich glaube nicht. Die Emotionen und die Stimmung in der Garderobe stimmten. Aber wir sind im Final und erwarteten nicht, dass wir 4:0 gewinnen würde. Das wäre eine wunderschöne Welt gewesen. Aber es gibt einen starken Gegner auf der anderen Seite. Lugano steht nicht grundlos in diesem Final.

Lugano ist unberechenbarer als Bern, einverstanden?
Ja. Die Berner waren sehr regelmässig darin, was sie taten. Die Luganesi spielen auch sehr diszipliniert, aber sie bringen mehr Emotionen rein. Emotionen helfen ihrem Spiel.

Am Mittwoch folgt das vierte Spiel innert sieben Tagen. Wie geht Ihr Team damit um?
Wir hatten das auch schon gegen Bern. Und da war es gut für uns. Wir müssen jetzt einfach schauen, dass wir zu Hause reagieren.

Hat Fredrik Pettersson Beisshemmungen gegen seinen Ex-Club?
Unsere Stärke ist, dass jeder etwas beisteuert. Aber natürlich muss man ein bisschen Offensive haben von den Ausländern. Momentan kommt da etwas zu wenig.

Liegt das am Gegner?
Oh ja, Lugano spielt gut. Es hat zwei hervorragende Abwehrduos mit Furrer und Johnston und Sanguinetti und Vauclair. Die Luganesi haben sehr viel Erfahrung hinten. Wie wir. Sie machen es uns nicht einfach, Tore zu schiessen.

Shore spielte stark am Samstag. Wieso liessen Sie ihn in Spiel 3 zuschauen?
Damit er eine Chance hat, am Mittwoch wieder heiss zu laufen. (lächelt) (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 17.04.2018, 00:30 Uhr

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